Diagnose Gebärmutterhalskrebs: Stephanie erzählt ihre Geschichte

Das Abflugdatum steht fest, die Vorfreude ist riesig: Stephanie G. steht kurz davor, mehrere Monate im sonnigen Kalifornien zu verbringen. Dass sie diese Reise nicht antreten wird, ist in diesem Moment noch jenseits ihres Vorstellungsvermögens

Vor dem Aufbruch möchte Stephanie noch alles Wichtige erledigen, um die nächsten Monate unbeschwert genießen zu können. Dazu gehört auch die Vorsorgeuntersuchung in der gynäkologischen Praxis, die sie regelmäßig wahrnimmt. Eigentlich ein reiner Routinecheck, bis ihre Frauenärztin während der Untersuchung sagt: „Eine Sache gefällt mir hier jetzt nicht so gut”. Das Zellmaterial, das aus dem Muttermund und Gebärmutterhals entnommen wurde, weist Auffälligkeiten auf, die im Labor weiter abgeklärt werden. Wenige Tage später erhält Stephanie einen Anruf. „Ich erinnere mich noch genau daran, denn das war der Tag meines 39. Geburtstags”. Stephanie wird mitgeteilt, dass hochgradige Zellveränderungen im Gebärmutterhals festgestellt wurden.

Weitere Untersuchungen folgen, bis der endgültige Befund feststeht: Gebärmutterhalskrebs. Ein absoluter Schock für Stephanie, gefolgt von einer Achterbahnfahrt der Gefühle – von Unsicherheit, über Angst bis hin zu Überforderung. Ihre beste Freundin empfiehlt ihr eine spezialisierte Frauenärztin zur weiteren Behandlung. Dort fühlt sich Stephanie das erste Mal verstanden und gut aufgehoben. „Bei ihr wurde ich erstmals richtig aufgeklärt, mir wurden mögliche Optionen aufgezeigt und die Diagnose verständlich erklärt. Das Vertrauen war von Anfang an da, das war mir extrem wichtig.“  

Auf Empfehlung der Frauenärztin entscheidet sich Stephanie dafür, ihre Gebärmutter entfernen zu lassen. Die Operation verläuft gut, Stephanie rechnet fest damit, dass sie ihre Kalifornienreise bald antreten kann. Als zwei Wochen später dann die Nachbesprechung ansteht, sieht die Situation allerdings ganz anders aus: „Ich wunderte mich schon, dass ich gleich von einem vierköpfigen Ärzteteam empfangen wurde. Spätestens bei der Begrüßung: „Hallo Frau G., wie geht’s ihnen, wir haben heute hauptsächlich gute Nachrichten”, wurde ich stutzig” Die Operation ist zwar erfolgreich verlaufen, der Tumor konnte vollständig entfernt werden. Es wurde jedoch im Nachhinein festgestellt, dass das Krebsstadium schon weiter fortgeschritten war, als vorab vermutet. Auch der Verdacht auf Metastasen besteht, so dass Lymphknoten entfernt werden müssen. „Das war nach der Diagnose der nächste große Schock”, erinnert sich Stephanie.

Es folgt eine zweite OP, die erfolgreich verläuft und bei der rund 35 Lymphknoten und das krebsartige Gewebe entfernt werden. Der Verdacht auf Metastasen bestätigt sich dabei nicht und eine Chemotherapie ist ebenfalls nicht notwendig . Begleitet von engmaschigen Tumorkontrollen kämpft sich Stephanie zurück ins Leben. Auch heute geht Stephanie noch regelmäßig zur Nachsorge. „Ich bin jedes Mal aufgeregt, dass doch wieder was sein könnte, diese Angst geht nicht weg. Trotzdem kommt mit jedem Termin auch wieder Sicherheit, den Krebs besiegt zu haben.”

Stephanie hatte wirklich Glück im Unglück. Denn nur ein kleiner Teil der Befunde bei der Vorsorge sind auffällig. Noch dazu bedeutet dies in den allermeisten Fällen nicht, dass man tatsächlich Krebs hat – sondern eine Entzündung oder eine Vorstufe, die sehr gut behandelbar ist. Aufgrund ihrer Erfahrungen ist es Stephanie ein besonderes Anliegen, andere Frauen für das Thema Vorsorge zu sensibilisieren: „Ich spreche ganz viel mit Freundinnen und Kolleginnen, wie wichtig regelmäßige Screenings sind und dass heute keine Frau mehr an Gebärmutterhalskrebs sterben muss. Ich hatte einfach großes Pech, denn normalerweise ist ein frühzeitiger positiver Befund nichts vor dem man Angst haben muss – sondern bedeutet hervorragende Heilungschancen ohne große Eingriffe wie bei mir.“ Was Stephanie besonders freut: „Gerade zu Beginn der Pandemie haben einige in meinem Bekanntenkreis die Vorsorge schleifen lassen. Durch meine Hartnäckigkeit wurde bei einer guten Freundin tatsächlich eine Vorstufe zum Gebärmutterhalskrebs so frühzeitig erkannt, dass die Heilung kein Problem war. Das zeigt mir: Wenn wir zusammenhalten, können wir Gebärmutterhalskrebs gemeinsam besiegen.“

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