Hämophilie

Hämophilie A ist eine Krankheit, bei der die Blutgerinnung gestört ist.

In schweren Fällen kann es zu unkontrollierten Blutungen kommen - entweder spontan oder durch kleinere Verletzungen. Sie kann die Lebensqualität betroffener Menschen, sowie deren Freunde und Familien, dramatisch beeinträchtigen.

Die häufigste Form ist die Hämophilie A. Von ihr sind rund 320 000 Menschen weltweit betroffen. 50-60% davon leiden an einer schweren Form. An Hämophilie-Erkrankte sind fast ausnahmslos männlich.

Was passiert im Blut eines Menschen mit Hämophilie A?

Bei einem gesunden Menschen arbeiten eine Reihe Proteine, die sogenannten Gerinnungsfaktoren, Hand in Hand, um ein Gerinnsel zu erzeugen und damit die Blutung zu stillen.

Menschen mit Hämophilie A fehlt der Gerinnungsfaktor Faktor VIII ganz oder teilweise, was dazu führt, dass das Blut nicht richtig gerinnt.

Unbehandelt können Menschen mit Hämophilie A verschiedene Komplikationen erfahren: Blaue Flecken, häufige Einblutungen in Muskeln und Gelenke, die als Spätfolgen zu Behinderungen oder Gelenkerkrankungen führen können. Spontanblutungen an lebenswichtigen Organen wie z.B. dem Gehirn, die lebensbedrohend sein können. Deutlich längere und unkontrollierte Blutungen nach Verletzungen oder Operationen.

Da es sich bei der Hämophilie um eine Erbkrankheit handelt, wird sie häufig bereits in sehr jungen Jahren diagnostiziert. Es können folgende Anzeichen und Symptome auftreten:

  • Hämatome (blaue Flecken)
  • Muskel- und Gelenkeinblutungen
  • Spontanblutungen
  • Anhaltende Blutungen nach geringfügigen Verletzungen oder chirurgischen Eingriffen

Neuartige Therapieansätze für die Behandlung der Hämophilie A.

Seit über 20 Jahren entwickeln wir Medikamente, die neue Behandlungsmaßstäbe in der Hämatologie setzen. Heute investieren wir mehr als je zuvor in unser Bestreben, innovative Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit seltenen Erkrankungen wie Hämophilie zu entwickeln.

Referenzen

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