Medienmitteilung

Wien, 05.05.2015

Eierstockkrebs, der stille und oft spät erkannte Tumor

Am 8. Mai ist „Welttag Eierstockkrebs“.

Dabei steht eine besonders tückische Krebsform im Fokus: Die Erkrankung wird oft spät erkannt, weil sich im Frühstadium keine spezifischen Symptome bemerkbar machen. Umso wichtiger ist es deshalb, regelmäßig zur jährlichen Vorsorgeuntersuchung zu gehen, um die achthäufigste Krebsart der Österreicherinnen rechtzeitig zu entdecken.

Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) ist eine bösartige Gewebeveränderung, die meist an der Oberfläche der Eierstöcke auftritt. Zumeist sind Frauen zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr betroffen. 2011 erkrankten rund 700 Österreicherinnen an Eierstockkrebs, fast 500 starben daran. Neben einem höheren Lebensalter können auch genetische Faktoren (z. T. verbunden mit anderen Krebserkrankungen wie Brust-, Darm- oder Gebärmutterhalskrebs) das Erkrankungsrisiko erhöhen. Während im Frühstadium keine spezifischen Symptome auf die Erkrankung hinweisen, kann es im fortgeschrittenen Verlauf unter anderem zu Gewichtsabnahme, Verdauungs- und Blutungsstörungen kommen.

Die verbesserten Therapieoptionen haben dazu geführt, dass die Überlebensraten in den vergangenen Jahren gestiegen sind: Während zwischen 1984 und 1988 nur 57 Prozent der Erkrankten ein Jahr nach der Diagnose noch lebten, ist dieser Anteil bis 2010 auf 75 Prozent gestiegen. Bei der Therapie spielt die Operation eine zentrale Rolle. Die Operation zielt darauf ab, das Tumorgewebe möglichst vollständig zu entfernen. Bei fortgeschrittenen Stadien folgt danach eine Chemotherapie. Als Standardoption kann zusätzlich zur Chemotherapie ein von Roche entwickelter Antikörper zum Einsatz kommen, der den Tumor von der Nährstoffversorgung abschneiden und somit „verhungern“ lassen kann.

Information & Austausch für Betroffene ist wesentlich

Claudia Petru, Vorsitzende der Frauen- und Brustkrebshilfe Österreich, weiß, dass Betroffene mit besonderen Herausforderungen zu kämpfen haben: „Nicht umsonst wird diese Krebserkrankung auch als ‚Stille Krankheit‘ bezeichnet. Es trifft die Frau im Zentrum ihres Frauseins, unter anderem wo weibliche Hormone entstehen. Welche Frau spricht schon gerne über diese Veränderungen, die sich im weiblichen Körper und in der Seele abspielen und bis in die Sexualität hineinreichen? Betroffene müssen oft erst lernen, sich zu öffnen und mit dieser neuen Situation umzugehen.“

Umso wichtiger ist es daher, dass sich Patientinnen z.B. in Selbsthilfegruppen austauschen und über seriöse Plattformen umfassend informieren können. Zwei gute Gelegenheiten dazu gibt es für Betroffene, Angehörige und Interessierte rund um den Welttag Eierstockkrebs im Mai:

Am Donnerstag, 7. Mai lädt die Frauen- und Brustkrebshilfe in Graz zu einer Informationsveranstaltung ein: Ab 14 Uhr halten Experten der Univ.-Frauenklinik Graz sowie des Krankenhaus der Barmherzige Brüder Vorträge zu Eierstockkrebs und stehen für Fragen zur Verfügung.

  • Ort: 8010 Graz, Sackstraße 26 – Innenhof
  • http://www.frauenkrebshilfe.at/home.html

Am Mittwoch, 20. Mai organisiert die Univ.-Frauenklinik Innsbruck einen Info-Tag rund um die Erkrankung: Interessierte können ab 14 Uhr die Expertenvorträge zu Behandlung von Eierstockkrebs und Ernährung während der Therapie besuchen, Fragen stellen und sich austauschen.

Beide Veranstaltungen werden auch von Roche unterstützt.

Die vollständige Medienmitteilung finden Sie auf der rechten Seite zum Download.