Kein Fortschritt ohne Innovation – 

„Access to Innovation“ by Roche Austria

Von Mag. Fabian Frühstück | Juni 2016 | Periskop Ausgabe 69

Ressourcen optimal einsetzen, um Innovation sicherzustellen

Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe „Access to Innovation“ lud Roche Austria in Kooperation mit der Gesundheitsplattform Healthcare Denmark, der Bundeskonferenz der Krankenhausmanager Österreichs (BUKO) und dem Beratungsunternehmen KPMG interessierte Teilnehmer am 31. März in die Labstelle Wien, um neue Impulse zu setzen und die Systemgrenze zumindest für einen Tag gedanklich zu überschreiten.

Wofür braucht es Innovation eigentlich? Wie ist diese in Zeiten drastisch sinkender Budgets umsetzbar und was kann Österreich von Dänemark lernen? Mit diesen und weiteren relevanten Fragen beschäftigten sich Top-Führungskräfte der österreichischen Gesundheitseinrichtungen und gesundheitspolitische Entscheidungsträger beim ersten „Access to Innovation“-Termin.

Dr. Ines Vancata

Dr. Ines Vancata, Head of Regional Health Care Management bei Roche Austria, freut sich über den gelungenen Auftakt der Dialogplattform und das positive Feedback zur Veranstaltungsreihe. „Ich glaube fest daran, dass wir die aktuellen Herausforderungen im Gesundheitswesen nur mit gemeinsamen Ideen und verantwortungsvollem Handeln bewältigen können. Wir investierten 2015 mehr in Forschung und Entwicklung als Google, Apple oder Daimler und weltweit am meisten von allen Pharmaunternehmen. Warum ist das wichtig? Weil wir dadurch sehr gut verstehen, was es bedeutet, Innovationen zu schaffen und diese auch denjenigen, die davon profitieren, zugänglich zu machen. Es braucht die richtigen Menschen, die viel Mut und Leidenschaft mitbringen. Man muss die nötigen Freiräume und ein flexibles Umfeld schaffen, eine gute Portion Risikobereitschaft und natürlich die erforderlichen Ressourcen bereitstellen. Diese Ideen und das Wollen sind in vielen Bereichen vorhanden, leider hapert es dann oftmals bei der Umsetzung. ,Access to Innovation‘ ist ganz bewusst keine Diskussionsplattform für politische Einzelinteressen. Es sollen umsetzbare Lösungen und Ansätze geteilt werden, die rasch Impulse in das System bringen können, und das im Sinne der Patienten. Das Miteinander über Systemgrenzen hinweg und das gemeinsame Interesse, Lösungen zu schaffen, stehen im Vordergrund. Der Zuspruch und das Feedback zur Auftaktveranstaltung hat uns bestärkt, diese Idee weiterzuverfolgen, und wir laden ein, hier aktiv mitzudenken und mitzugestalten. Wir möchten völlig neue Wege gehen und mit ,Access to Innovation‘ eine Veranstaltungsreihe ins Leben rufen, die internationale und nationale Experten, Top-Führungskräfte der österreichischen Gesundheitseinrichtungen sowie gesundheitspolitische Entscheidungsträger zusammenbringt, um gemeinsam laut nachzudenken – über innovative Konzepte, neue Lösungen und Antworten.“

Weiters betont Dr. Vancata, wie wichtig der optimale Einsatz von Ressourcen und die Zusammenarbeit von Entscheidungsträgern sei, damit ein qualitativ hohes Outcome im Sektor der Innovation generiert werden kann. „Ständige Weiterentwicklung und Innovation sind wichtig und Treiber in der Entwicklung einer effizienten und nachhaltigen Gesundheitsversorgung. Die Frage, die wir uns aktuell stellen müssen, ist, welche Lösungen wir schaffen können, um die vorhandenen Ressourcen optimal einzusetzen, damit Innovationen weiterhin für Patienten zugänglich bleiben und die hohe Qualität unserer Versorgung weiterbesteht“, sagt Vancata über den Einsatz von Ressourcen in Bezug auf Innovation. Dr. Paul Cornes, Onkologe aus Bristol, Großbritannien, hakte bei seiner Keynote im Themenbereich der Ressourcen und der Finanzierung von Innovation ein und forderte ein Umdenken in der Bewertung der Ausgaben für Innovation. Investitionen, speziell im Bereich der Onkologie, sollten laut Cornes nicht als Verbrauchsposten bewertet werden, sondern als wertvolle Investitionen in die Zukunft. Laut Dr. Vancata würde eine Verringerung der Investitionen in Innovation auf Dauer bedeuten, dass nicht in die Zukunft und den nachhaltigen Fortschritt im Sinne der Patienten und des Standortes Österreich investiert wird. Die Verringerung würde vielmehr Stillstand bedeuten, da ständige Weiterentwicklung einer der wichtigsten Treiber der Gesundheitsversorgung sei und ein Fortschritt ohne gezielte Investitionen in die Zukunft nicht denkbar sei. Univ.-Prof. Dr. Volker Amelung aus dem Fachbereich für Internationale Gesundheitssystemforschung der medizinischen Hochschule Hannover fasste diesen Themenschwerpunkt optimal zusammen: „Es gibt nichts Günstigeres als gute Versorgung und nichts Teureres als schlechte Versorgung.“ Anschließend legte er das Hauptaugenmerk auf das Ausland.

Ein Blick nach Dänemark zeigte, dass im Norden derzeit ein Wertewandel im Gesundheitswesen stattfindet. Thomas Hammer Jakobsen, Direktor des Copenhagen Healthtech Cluster, beschrieb den Ansatz, der weg vom „Was fehlt dir?“- hin zum „Was brauchst du?“-Gedanken führt. Prävention solle in den Vordergrund gerückt und Behandlungen so verringert werden. Derzeit wird in Dänemark beinahe jedes dritte Krankenhaus um- oder neu gebaut. Die Tendenz geht dabei hin zu großen, zentralen Strukturen, E-Anwendungen und moderner Medizintechnik. Trotz der Erneuerungen des Spitalsystems sind die Dänen, verglichen mit den Österreichern, nicht sehr spitalaffin. Die durchschnittliche Verweildauer in einem dänischen Krankenhaus beträgt nur 3,8 Tage (2020 sollen es nur noch 2,3 Tage sein), während die Patienten in Österreich durchschnittlich 5,3 Tage im Spital liegen.

Neben weiteren spannenden Vorträgen wurde das Publikum stets eingebunden, was zu einem angeregten und produktiven Diskurs mit den Experten führte. Die Kernbotschaft für die Zukunft: „Mehr Mut zu Innovationen und zum gemeinsamen, verantwortungsvollen Handeln aller Akteure.“ Man darf sich erneut auf spannende Vorträge, verschiedene Blickwinkel und interessante Diskussionsrunden von Spezialisten aus dem Gesundheitsbereich freuen, wenn Roche Austria am 30. März 2017 zur zweiten Ausgabe der „Access to Innovation“-Dialogplattform lädt, um weitere neue Impulse zu setzen.

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Von Mag. Fabian Frühstück | Juni 2016 | Periskop Ausgabe 69

Ressourcen optimal einsetzen, um Innovation sicherzustellen

Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe „Access to Innovation“ lud Roche Austria in Kooperation mit der Gesundheitsplattform Healthcare Denmark, der Bundeskonferenz der Krankenhausmanager Österreichs (BUKO) und dem Beratungsunternehmen KPMG interessierte Teilnehmer am 31. März in die Labstelle Wien, um neue Impulse zu setzen und die Systemgrenze zumindest für einen Tag gedanklich zu überschreiten.

Wofür braucht es Innovation eigentlich? Wie ist diese in Zeiten drastisch sinkender Budgets umsetzbar und was kann Österreich von Dänemark lernen? Mit diesen und weiteren relevanten Fragen beschäftigten sich Top-Führungskräfte der österreichischen Gesundheitseinrichtungen und gesundheitspolitische Entscheidungsträger beim ersten „Access to Innovation“-Termin.

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