Burden of RA

Von PRIM. DR. REINHOLD PONGRATZ | Dezember 2015 | Periskop Ausgabe 66

Rheumatoide Arthritis – persönlichem Leid und volkswirtschaftlicher Belastung früh und effizient entgegenwirken

Noch immer wird die rheumatoide Arthritis (RA) in der Bevölkerung häufig als Erkrankung von Personen in hohem Lebensalter wahrgenommen. Tatsächlich sind Erkrankte – österreichweit etwa 80.000 Menschen und 12.000 davon alleine in der Steiermark – mehrheitlich zwischen 45 und 64 Jahre alt und stehen damit zum Zeitpunkt der Diagnose großteils mitten im Erwerbsleben.

Wird die chronisch verlaufende Erkrankung nicht frühzeitig erkannt und bleiben entsprechende therapeutische Maßnahmen aus, führt RA zu irreversiblen Schäden an den Gelenkstrukturen und in weiterer Konsequenz zu Invalidität. Damit wird die rheumatoide Arthritis – neben dem persönlichen Leid der Patienten sowie von deren Angehörigen – auch zu einer volkswirtschaftlichen Belastung, etwa durch vermehrte Krankenstandstage bis hin zu einer vollständigen Erwerbsunfähigkeit. Unter dem Titel „Burden of Rheumatoide Arthritis“ hat sich hierzu eine Arbeitsgruppe aus Medizinern und Experten aus Gesundheit, Wirtschaft und Sozialpolitik zusammengefunden und im Rahmen eines Konsenspapiers auf Lösungsansätze rund um das Krankheitsbild verständigt.

Klar ist: Eine rasche Diagnose und damit das Einsetzen einer effizienten Basistherapie im frühen Krankheitsstadium sind oberstes Credo, um eine niedrige Krankheitsaktivität oder im besten Fall eine Remission zu erzielen.

Die Sensibilisierung der Allgemeinmediziner – als erste Anlaufstelle – auf anfänglich auftretende Symptome der RA ist ein zentraler Punkt, wenn es darum geht, Betroffene ehestmöglich einer gezielten Behandlung in entsprechenden Spezialabteilungen zuzuführen. Eine kontinuierliche Betreuung und patientenspezifische Adaption in der Therapie kann im weiteren Verlauf nur gewährleistet werden, wenn der Patient durch das System begleitet, selbst für sein Krankheitsbild sensibilisiert sowie die Versorgungslage vor allem in ländlichen Gebieten engmaschiger wird.

Ein herausfordernder, aber künftig dringend notwendiger Schritt wird es auch sein, ein einheitliches, überregionales System zur Erfassung und Kodierung valider Daten zur Behandlung und Medikamentierung von RA-Patienten zu etablieren. Damit kann auch eine effizientere Kostenplanung im Gesundheitssystem realisiert und der rheumatoiden Arthritis auf einer gesamtheitlicheren Ebene nachhaltig entgegengewirkt werden.

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