HPV-Testung in der primären Gebärmutterhalskrebsvorsorge

frau hält bauch

 

Im Kampf gegen Gebärmutterhalskrebs 
30. April 2019, Molekulare Diagnostik 

 

Gebärmutterhalskrebs ist vermeidbar, dennoch erkranken in Österreich jährlich immer noch rund 400 Frauen daran. Die WHO formulierte die Vision „eine Welt ohne Zervixkarzinom“1 - dies setzt einen konsequenten Einsatz der HPV-Impfung und der HPV-Testung voraus. Die 2018 neu publizierten Leitlinien2 der österreichischen Fachgesellschaften (OEGGG, AGO, AGK und ÖGZ) zur Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge sind ein wesentlicher Bestandteil, dass die Vision der WHO Realität werden kann.  

 

Vergangenen Sommer wurde eine gemeinsame neue Leitlinie der OEGGG, AGO, AGK und ÖGZ zur Diagnose und Therapie von CIN sowie zur Vorgangsweise bei zytologischen Befunden mit eingeschränkter Qualität veröffentlicht. Diese Leitlinie integriert die Empfehlung für die HPV-Testung auf high-risk HPV-Typen in das derzeit gültige Vorsorgeprogramm. In der primären Patientinnenversorgung soll die HPV-Testung Frauen ab 30 Jahren mit keiner oberen Altersgrenze alle 3 Jahre empfohlen werden und durch einen validierten HPV-Test erfolgen. HPV-Testung und Pap-Testung (Ko-Testung) sollten nicht gleichzeitig erfolgen, doch können beide Verfahren alternierend eingesetzt werden. Auch Frauen, die bereits die HPV-Impfung erhalten haben, soll die Vorsorgeuntersuchung mittels Zytologie oder HPV-Testung zur Verfügung stehen.2

 

Referenzen 

1 Simelela N. Galvanising political action for cervical cancer elimination: The WHO initiative. Präsentation. Vorgestellt auf der 32. International Papillomavirus Conference (IPVC), 02.-06. Oktober 2018, Sydney, Australien

2 Reich et al., Geburtshilfe Frauenheilkunde (2018)