Influenza
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Was ist eine Influenza?
Zahlreiche VirenViren ist die Sammelbezeichnung für biologische Strukturen (in den bekannten Fällen meist Krankheitserreger) mit folgenden gemeinsamen Merkmalen: 1. enthalten als genetische Inform... verursachen Infektionen der AtemwegeAtemwege Die oberen Abschnitte der Atemwege umfassen die Nasenhöhle mit ihren Nebenhöhlen und den Rachen, wo sich der Luftweg mit dem Nahrungsweg kreuzt. Die unteren Atemwege begin..., manche mit milder und einige mit schwerer Symptomatik. Grundsätzlich muss bei Erkrankungen mit Beteiligung der AtemwegeAtemwege Die oberen Abschnitte der Atemwege umfassen die Nasenhöhle mit ihren Nebenhöhlen und den Rachen, wo sich der Luftweg mit dem Nahrungsweg kreuzt. Die unteren Atemwege begin... zwischen verschiedenen Auslösern unterschieden werden:
- Influenza: echte GrippeGrippe auch Virusgrippe oder Influenza genanntDie Grippe ist eine akute, endemisch, epidemisch oder pandemisch auftretende Infektion der Atemwege. (Vgl. Endemie, Epidemie, Pandemie). Die Gri... - nur Influenza A bzw. B VirenViren ist die Sammelbezeichnung für biologische Strukturen (in den bekannten Fällen meist Krankheitserreger) mit folgenden gemeinsamen Merkmalen: 1. enthalten als genetische Inform..., kausal bzw. antiviral behandelbar
- grippaler Infekt: Erkältung -> 200 verschiedene VirenViren ist die Sammelbezeichnung für biologische Strukturen (in den bekannten Fällen meist Krankheitserreger) mit folgenden gemeinsamen Merkmalen: 1. enthalten als genetische Inform..., nur symptomatisch behandelbar
Influenzaviren sind für ernsthafte Erkrankungen der AtemwegeAtemwege Die oberen Abschnitte der Atemwege umfassen die Nasenhöhle mit ihren Nebenhöhlen und den Rachen, wo sich der Luftweg mit dem Nahrungsweg kreuzt. Die unteren Atemwege begin... verantwortlich und können im schlimmsten Fall tödlich enden. Bei den grippalen Infekten hingegen sind andere VirenViren ist die Sammelbezeichnung für biologische Strukturen (in den bekannten Fällen meist Krankheitserreger) mit folgenden gemeinsamen Merkmalen: 1. enthalten als genetische Inform... wie z.B. Rhino- oder Coronaviren Auslöser einer meist harmlosen Erkältung. Die folgenden Punkte bieten Informationen zu den einzelnen Erkrankungen.
Virus-Typen
Influenzaviren gehören zur Familie der Orthomyxoviridae. Man unterscheidet drei Typen: Influenza A, B und C. Influenza A verursacht Erkrankungen beim Mensch und Tier, Influenza B und C nur beim Menschen, wobei Influenca C keine praktische Bedeutung hat.
Typ A potentiell schwere Erkrankung
- EpidemieEine Epidemie ist ein stark gehäuftes, örtlich und zeitlich begrenztes Vorkommen einer Erkrankung (vor allem Infektionskrankheit). Explosivepidemien zeigen einen steilen Anstieg un...- und Pandemie-Auslöser
- Tendenz zur schnellen und laufenden Änderung
Typ B üblicherweise mildere Erkrankungen
- Kleine Epidemien
- Einheitlicheres Virus
Typ C Milde bis asymptomatische InfektionEine Infektion ist eine Übertragung, ein Haftenbleiben und Eindringen von in einen so genannten Wirt (Pflanze, Tier, Mensch) und Vermehrung in ihm. Eine Infektion bildet die Voraus...
- Kaum Auswirkungen auf Gesundheit/Gesellschaft
Typ A ist durch die Oberflächenantigene Hämagglutinin und NeuraminidaseNeuraminidase ist ein Enzym, das in bestimmten Viren, verschiedenen Bakterien, in Blutplasma und Lysosomen (Zellorganellen) vorkommt. Neuraminidase ist ein Oberflächenantigen des I... in Subtypen unterteilt. Derzeit sind von Influenza A 16 verschiedene Hämagglutinintypen (H1 bis H16) und 9 Neuraminidasetypen (N1 bis N9) bekannt.
Für den Menschen relevant sind Infektionen bei Influenza A mit H1, H2, H3, seit kurzer Zeit auch mit H5, H7 und H9, sowie mit N1 und N2, sowie seltener Infektionen mit Influenza B. Influenza C-Infektionen kommen sehr selten vor und verursachen nur milde klinische Erkrankungen.
Abb.1

Quelle: © Roche
Aufbau der Grippeviren
Influenzaviren gehören zu den RNA-VirenViren ist die Sammelbezeichnung für biologische Strukturen (in den bekannten Fällen meist Krankheitserreger) mit folgenden gemeinsamen Merkmalen: 1. enthalten als genetische Inform..., die Erbmasse liegt in Form von acht Gen-Segmenten, umhüllt vom Nukleoprotein, vor. Sie sind von einer Hülle umgeben, auf der die Oberflächenantigene Hämagglutinin und NeuraminidaseNeuraminidase ist ein Enzym, das in bestimmten Viren, verschiedenen Bakterien, in Blutplasma und Lysosomen (Zellorganellen) vorkommt. Neuraminidase ist ein Oberflächenantigen des I... verankert sind. Innerhalb dieser Lipidmembranhülle liegen die Matrixproteine M1 und M2 .
Abb.2

Quelle: © Roche
Die Hämagglutinin-Antigene bedecken die Oberfläche des Virus gleichmäßig, sie machen rund 25 % der Proteinmasse des Virus aus. Das Hämagglutinin ist für die Bindung des Virus an die Rezeptoren der Körperzellen im Verlauf der InfektionEine Infektion ist eine Übertragung, ein Haftenbleiben und Eindringen von in einen so genannten Wirt (Pflanze, Tier, Mensch) und Vermehrung in ihm. Eine Infektion bildet die Voraus... verantwortlich. Hämagglutinin hat eine hohe Affinität zu Sialinsäure, die in der Natur weit verbreitet ist. Dadurch kann Hämagglutinin an fast alle Körperzellen binden, ist aber auf Epithel- und Endothelzellen spezialisiert.
Das zweite Oberflächenantigen, die NeuraminidaseNeuraminidase ist ein Enzym, das in bestimmten Viren, verschiedenen Bakterien, in Blutplasma und Lysosomen (Zellorganellen) vorkommt. Neuraminidase ist ein Oberflächenantigen des I..., ist ein Enzym, das Neuramin- (Sialin-) säure spaltet. NeuraminidaseNeuraminidase ist ein Enzym, das in bestimmten Viren, verschiedenen Bakterien, in Blutplasma und Lysosomen (Zellorganellen) vorkommt. Neuraminidase ist ein Oberflächenantigen des I... ist auf der Virushülle ungleichmäßig verteilt und zerstört Neuraminidaserezeptoren. Damit löst sie neu gebildete Viruspartikel von der Wirtszelle ab und kann VirenViren ist die Sammelbezeichnung für biologische Strukturen (in den bekannten Fällen meist Krankheitserreger) mit folgenden gemeinsamen Merkmalen: 1. enthalten als genetische Inform..., die im Schleim des oberen Atmungstrakts "gefangen" sind, freisetzen. So können diese weitere Zellen infizieren.
Matrixprotein liegt bei Influenza-A-VirenViren ist die Sammelbezeichnung für biologische Strukturen (in den bekannten Fällen meist Krankheitserreger) mit folgenden gemeinsamen Merkmalen: 1. enthalten als genetische Inform... in Form von M1 und M2 vor, während Influenza-B-VirenViren ist die Sammelbezeichnung für biologische Strukturen (in den bekannten Fällen meist Krankheitserreger) mit folgenden gemeinsamen Merkmalen: 1. enthalten als genetische Inform... nur über M1 verfügen. M1 spielt innerhalb der ZelleDie Zelle ist die kleinste Einheit jedes Organismus, bestehend aus Zytoplasma, Zellkern, Zentralkörperchen, Netzapparat und Zellwand. eine Rolle beim Transport von Virusmaterial sowie beim Zusammenbau der einzelnen Virusbestandteile zu einem neuen Virus. M2 befindet sich an der Virusoberfläche neben Hämagglutinin und NeuraminidaseNeuraminidase ist ein Enzym, das in bestimmten Viren, verschiedenen Bakterien, in Blutplasma und Lysosomen (Zellorganellen) vorkommt. Neuraminidase ist ein Oberflächenantigen des I.... M2-Proteine bilden Ionenkanäle, dienen als Protonenpumpe und ermöglichen den Transport der viralen RNA in den ZellkernAls Zellkern bezeichnet man ein im Zellplasma gelegenes, meist rundlich geformtes Organell der eukaryotischen Zelle. Der Zellkern enthält den größten Teil des genetische.... Das Matrixprotein M2 ist Angriffspunkt der Amantadine, die früher in der Therapie verwendet wurden.
InfektionEine Infektion ist eine Übertragung, ein Haftenbleiben und Eindringen von in einen so genannten Wirt (Pflanze, Tier, Mensch) und Vermehrung in ihm. Eine Infektion bildet die Voraus... und Virusvermehrung
Die InfektionEine Infektion ist eine Übertragung, ein Haftenbleiben und Eindringen von in einen so genannten Wirt (Pflanze, Tier, Mensch) und Vermehrung in ihm. Eine Infektion bildet die Voraus... durch Influenzaviren erfolgt durch Aufnahme in den Körper über die Schleimhäute des Atmungstrakts und der Augen. Durch Tröpfcheninfektion oder Kontakt mit kontaminierten Oberflächen gelangt das Virus auf Epithel- und Endothelzellen. Dort binden die VirenViren ist die Sammelbezeichnung für biologische Strukturen (in den bekannten Fällen meist Krankheitserreger) mit folgenden gemeinsamen Merkmalen: 1. enthalten als genetische Inform... über die Hämagglutinin-Antigene an entsprechende Rezeptoren auf der Zelloberfläche. Das Virus wird in die ZelleDie Zelle ist die kleinste Einheit jedes Organismus, bestehend aus Zytoplasma, Zellkern, Zentralkörperchen, Netzapparat und Zellwand. eingeschleust (Endozytose) undverschmilzt anschließend mit Endosomen.
Danach erfolgt das "Uncoating". Das Virus wird von seiner Hülle befreit und die RNA freigesetzt und in den ZellkernAls Zellkern bezeichnet man ein im Zellplasma gelegenes, meist rundlich geformtes Organell der eukaryotischen Zelle. Der Zellkern enthält den größten Teil des genetische... transportiert. Im ZellkernAls Zellkern bezeichnet man ein im Zellplasma gelegenes, meist rundlich geformtes Organell der eukaryotischen Zelle. Der Zellkern enthält den größten Teil des genetische... wird die RNA kopiert, die neu gebildeten Virusteile werden zur ZellmembranDie Zellmembran ist die in sich geschlossene, teilweise durchlässige äußere Begrenzung aller Zellen. Sie gewährleistet den Kontakt zu anderen Zellen z.B. im Rahmen des S... transportiert und dort zusammengepackt. Neue VirenViren ist die Sammelbezeichnung für biologische Strukturen (in den bekannten Fällen meist Krankheitserreger) mit folgenden gemeinsamen Merkmalen: 1. enthalten als genetische Inform... entstehen und wölben die ZellmembranDie Zellmembran ist die in sich geschlossene, teilweise durchlässige äußere Begrenzung aller Zellen. Sie gewährleistet den Kontakt zu anderen Zellen z.B. im Rahmen des S... nach außen(Knospen). Diese Knospen werden abgeschnürt (Budding), die NeuraminidaseNeuraminidase ist ein Enzym, das in bestimmten Viren, verschiedenen Bakterien, in Blutplasma und Lysosomen (Zellorganellen) vorkommt. Neuraminidase ist ein Oberflächenantigen des I... spaltet die Rezeptoren und die neu gebildeten VirenViren ist die Sammelbezeichnung für biologische Strukturen (in den bekannten Fällen meist Krankheitserreger) mit folgenden gemeinsamen Merkmalen: 1. enthalten als genetische Inform... werden freigesetzt. Die befallene ZelleDie Zelle ist die kleinste Einheit jedes Organismus, bestehend aus Zytoplasma, Zellkern, Zentralkörperchen, Netzapparat und Zellwand. setzt auf diesem Weg so lange neue VirenViren ist die Sammelbezeichnung für biologische Strukturen (in den bekannten Fällen meist Krankheitserreger) mit folgenden gemeinsamen Merkmalen: 1. enthalten als genetische Inform... frei, bis sie zugrunde geht. Die Folge ist ein mehr oder weniger ausgedehnter Epithelschaden im Atmungstrakt, der den idealen Boden für bakterielle Sekundärinfektionen darstellt.
Abb.3
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Quelle: © Roche
Mutationen von VirenViren ist die Sammelbezeichnung für biologische Strukturen (in den bekannten Fällen meist Krankheitserreger) mit folgenden gemeinsamen Merkmalen: 1. enthalten als genetische Inform...
Jedes Influenzavirus verfügt über eine achtteilige RNA. Wenn sich das Virus vervielfältigt, kann es deshalb leicht zur Veränderung der Erbmasse kommen. Durch Fehler im Zusammenbau des Virus oder durch Austausch von Erbmasse mit einem anderen Influenzavirus entstehen laufend neue Influenza-Virussubtypen. Viele davon sind einander sehr ähnlich und werden vom menschlichen Immunsystem mehr oder weniger gut erkannt und bekämpft (Antigen-Drift – kleinere Veränderungen des Erbmaterials, siehe Abb.4). Drifts passieren ständig und sorgen dafür, dass die Zusammensetzung des Influenza-Impfstoffes jährlich geändert werden muss.
Abb.4

Quelle: © Roche
Manchmal entstehen aber so stark veränderte VirenViren ist die Sammelbezeichnung für biologische Strukturen (in den bekannten Fällen meist Krankheitserreger) mit folgenden gemeinsamen Merkmalen: 1. enthalten als genetische Inform... (Antigen-Shift – z.B. bei Doppelinfektion mit tierischen und menschlichen Influenzaviren in einer Person, siehe Abb.5), dass das Immunsystem gänzlich überfordert ist und eine schwere InfektionEine Infektion ist eine Übertragung, ein Haftenbleiben und Eindringen von in einen so genannten Wirt (Pflanze, Tier, Mensch) und Vermehrung in ihm. Eine Infektion bildet die Voraus... mit massiver überschießender Entzündungsreaktion (Zytokinsturm) entsteht. Das trifft auch auf das Vogelgrippevirus H5N1 zu, das großteils Vögel infiziert, jedoch bei hohem Infektionsdruck auch für den Menschen übertragbar ist und dann eine Sterblichkeitsrate von ca. 60 % der Infizierten aufweist. Weltweit wurden bis Mitte November 2010 von der WHOWHO ist die Abkürzung für (englisch) World Health Organization; Weltgesundheitsorganisation Internationale Föderation mit Sitz in Genf zur Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Ge... 508 humane H5N1 Infektionsfälle registriert, wobei 302 tödlich verliefen. (http://www.who.int/csr/disease/avian_influenza/country/en/)
Abb.5

Quelle: © Roche
Was Grippeviren in unserem Körper bewirken
Influenza ist eine sehr ansteckende Viruserkrankung, die oft mit einer Erkältungskrankheit verwechselt wird. Doch der Verlauf einer Influenza kann erheblich schwerwiegender sein. Influenzaviren zerstören die Oberflächenzellen des Atmungstraktes, indem sie sich hier extrem rasch vermehren und breiten sich unter Umständen auch in andere Körperteile aus.
Deswegen ist im Zweifelsfall so rasch wie möglich ein Arzt zu konsultieren. Denn dieser kann, wenn die Diagnose Influenza bestätigt wird, eine kausale antivirale Therapie gegen die Influenzainfektion einleiten. Diese kann das Risiko von Komplikationen reduzieren und den Krankheitsverlauf entscheidend abschwächen. Voraussetzung dafür ist aber die sehr rasche Einleitung der antiviralen Therapie. Denn mit jeder Stunde, die das Influenzavirus sich ungehemmt verbreiten kann, vergrößert sich die Ausbreitung der InfektionEine Infektion ist eine Übertragung, ein Haftenbleiben und Eindringen von in einen so genannten Wirt (Pflanze, Tier, Mensch) und Vermehrung in ihm. Eine Infektion bildet die Voraus... und damit die Schädigung der Oberflächenzellen im Atmungstrakt.
Wenn die Influenzainfektion – wie bei Erkältungen üblich – zunächst mit rezeptfreien Hausmitteln für einige Tage behandelt wird, ist die maximale Ausbreitung des Influenzavirus bereits erfolgt. Eine antivirale Therapie ist dann kaum mehr erfolgversprechend.
Die VirenViren ist die Sammelbezeichnung für biologische Strukturen (in den bekannten Fällen meist Krankheitserreger) mit folgenden gemeinsamen Merkmalen: 1. enthalten als genetische Inform... vermehren sich bereits innerhalb von vier bis sechs Stunden nach der InfektionEine Infektion ist eine Übertragung, ein Haftenbleiben und Eindringen von in einen so genannten Wirt (Pflanze, Tier, Mensch) und Vermehrung in ihm. Eine Infektion bildet die Voraus... und breiten sich rasant in die Nachbarzellen aus. Ein erster Höhepunkt der Virusvermehrung ist bereits 24 Stunden nach InfektionEine Infektion ist eine Übertragung, ein Haftenbleiben und Eindringen von in einen so genannten Wirt (Pflanze, Tier, Mensch) und Vermehrung in ihm. Eine Infektion bildet die Voraus... nachweisbar. Die maximale Virusausscheidung erfolgt in den ersten ein bis zwei Tagen der Erkrankung. Danach sinkt die Virusmenge schnell wieder ab, nach sieben bis neun Tagen ist ein Nachweis kaum mehr möglich. Ausnahme: Kinder haben häufig eine höhere Viruslast und scheiden das Virus auch länger aus.
Symptome
Innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach dem ersten Viruskontakt entwickeln sich die typischen Krankheitssymptome
- Schüttelfrost/Schweißausbrüche
- starke Glieder- und Rückenschmerzen
- starke Kopfschmerzen
- starkes Krankheitsgefühl, Abgeschlagenheit
- extreme Müdigkeit
- Halsschmerzen
- intensiver, trockener Husten
- bei Kindern oft kombiniert mit gastrointestinalen Symptomen
Abb.6
Ein grippaler Infekt ist strikt abzugrenzen von einer "echten GrippeGrippe auch Virusgrippe oder Influenza genanntDie Grippe ist eine akute, endemisch, epidemisch oder pandemisch auftretende Infektion der Atemwege. (Vgl. Endemie, Epidemie, Pandemie). Die Gri..." bzw. Influenza
Quelle: Österreichische Gesellschaft für Infektionskrankheiten: Consensus Statement "Therapie der GrippeGrippe auch Virusgrippe oder Influenza genanntDie Grippe ist eine akute, endemisch, epidemisch oder pandemisch auftretende Infektion der Atemwege. (Vgl. Endemie, Epidemie, Pandemie). Die Gri...", November 2010
Ohne spezifische antivirale Therapie dauert die Erkrankung in der Regel ein bis zwei Wochen bis zur völligen Genesung, bettlägrig sind die Patienten im Schnitt fünf bis sechs Tage. Diese Angaben gelten sofern keine sekundären Komplikationen auftreten.
Die Influenzaviren sind Wegbereiter für bakterielle Sekundär- oder Mischinfektionen. Dadurch besteht die Gefahr von Komplikationen wie Bronchitis, Nebenhöhlen-, Mittelohr-, Lungen-, Herzmuskel- und Gehirnhautentzündung. Vor allem Risikogruppen wie Kleinkinder, Personen über 60 Jahre sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem oder mit Grunderkrankungen wie DiabetesDiabetesDiabetes ist eine lebenslange Erkrankung, die gekennzeichnet ist durch hohe Blutzuckerwerte; sie kann hervorgerufen werden durch zu wenig Insulin (ein in der Bauchspeicheldrüse ..., HerzinsuffizienzEine Herzinsuffizienz wird auch Myokardinsuffizienz oder Herzmuskelschwäche genannt. Es ist eine unzureichende Funktion des Herzens, bei der das Herz nicht mehr imstande ist, eine den A... oder chronischen Atemwegserkrankungen weisen erhöhte Komplikations- und Hospitalisierungsraten auf.
Vorbeugen mit der Grippeimpfung
Die jährliche Schutzimpfung ist die wichtigste präventive Maßnahme gegen Influenza-Infektionen und damit zusammenhängenden Komplikationen, sofern gegen die Impfung keine Kontraindikationen bestehen. Besprechen Sie die Möglichkeit einer saisonalen Schutzimpfung mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt.
Schutzmaßnahmen, Impfungen
Gegen grippale Infekte gibt es keine speziellen Schutzmaßnahmen. Einzelne Beschwerden können mit den gängigen Mitteln aus der Apotheke zumindest gelindert werden.
Im Gegensatz dazu kann bei der saisonalen Influenza mittels jährlicher Schutzimpfung einer InfektionEine Infektion ist eine Übertragung, ein Haftenbleiben und Eindringen von in einen so genannten Wirt (Pflanze, Tier, Mensch) und Vermehrung in ihm. Eine Infektion bildet die Voraus... vorgebeugt werden, sofern gegen die Impfung keine Kontraindikatonen bestehen. Mit Verweis auf den Österreichischen Impfplan (abrufbar unter www.bmgfj.gv.at) wird die jährliche Impfung grundsätzlich allen Personen angeraten, die sich schützen wollen - besonders aber für Kinder nach dem 6. Lebensmonat, Personen ab dem 50. Lebensjahr sowie Jugendlichen und Erwachsenen mit erhöhter Gefährdung infolge eines Grundleidens (chronische Lungen-, Herz-, Kreislauferkrankungen, Erkrankungen der Nieren, Stoffwechselkrankheiten, angeborene oder erworbene Immundefekte). Die Empfehlung betrifft außerdem alle Angehörigen der Gesundheitsberufe, Betreuungspersonen von Risikogruppen, Personal mit häufigen Publikumskontakten sowie Reisende in Epidemiegebiete.
Wie man die Verbreitung der GrippeGrippe auch Virusgrippe oder Influenza genanntDie Grippe ist eine akute, endemisch, epidemisch oder pandemisch auftretende Infektion der Atemwege. (Vgl. Endemie, Epidemie, Pandemie). Die Gri... beobachtet
Die Influenza ist eine hoch ansteckende Erkrankung mit bedeutenden wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen. Da praktisch alljährlich eine "normale" Influenzawelle und alle 10 -40 Jahre eine meist gefährlichere weltweite "Influenzapandemie" auftritt, haben zahlreiche Staaten sogenannte Überwachungs-Systeme installiert, um sich entsprechend auf die nächste Grippesaison vorbereiten zu können.In Europa existiert länderübergreifend das EISS (European Influenca surveillance system), das die laufenden Meldungen von allen teilnehmenden Ländern entgegen nimmt und auf einer zentralen Homepage die Ausbreitung der Influenzaviren darstellt. www.eiss.org
In Österreich existiert das DINÖ (Diagnostische Influenza Netzwerk Österreich). Es analysiert das gesammelte Virusmaterial von ca. 45 strategisch über ganz Österreich verteilten Ärzten und zeichnet so den Verlauf der jährlichen GrippewelleEine Grippewelle ist ein gehäuftes Auftreten von Grippeerkrankungen. Kennzeichnend für die Grippe ist, dass sie zu bestimmten Zeiten in bestimmten Gegenden verstärkt auftritt,... in Österreich auf. Eine kostenlose Anmeldung, um während der Influenza-Saison über die aktuelle Situation informiert zu werden, ist unter http://www.influenza.at/ möglich.
In den USA heißt dieses Netz Flustar. Es beobachtet die Entwicklung der jährlichen GrippewelleEine Grippewelle ist ein gehäuftes Auftreten von Grippeerkrankungen. Kennzeichnend für die Grippe ist, dass sie zu bestimmten Zeiten in bestimmten Gegenden verstärkt auftritt,... in allen Bundesstaaten. www.flustar.com
GrippewelleEine Grippewelle ist ein gehäuftes Auftreten von Grippeerkrankungen. Kennzeichnend für die Grippe ist, dass sie zu bestimmten Zeiten in bestimmten Gegenden verstärkt auftritt,..., EpidemieEine Epidemie ist ein stark gehäuftes, örtlich und zeitlich begrenztes Vorkommen einer Erkrankung (vor allem Infektionskrankheit). Explosivepidemien zeigen einen steilen Anstieg un..., Endemie und Pandemie
Influenzaviren zirkulieren zwar das ganze Jahr über, Infektionen treten in unseren Breiten üblicherweise saisonal gehäuft auf. Auf der Nordhalbkugel herrscht die typische Influenzasaison von November bis April. Innerhalb dieses Zeitraums kommt es fast jährlich in einem Zeitraum von ca. 6-8 Wochen zu einem gehäuften Auftreten von Influenza-Infektionen - der sogenannten GrippewelleEine Grippewelle ist ein gehäuftes Auftreten von Grippeerkrankungen. Kennzeichnend für die Grippe ist, dass sie zu bestimmten Zeiten in bestimmten Gegenden verstärkt auftritt,.... Auf der Südhalbkugel kommt es ebenfalls während der dortigen Wintermonate zum Ausbruch der Influenza-EpidemieEine Epidemie ist ein stark gehäuftes, örtlich und zeitlich begrenztes Vorkommen einer Erkrankung (vor allem Infektionskrankheit). Explosivepidemien zeigen einen steilen Anstieg un..., und zwar von April bis Oktober.
Als EpidemieEine Epidemie ist ein stark gehäuftes, örtlich und zeitlich begrenztes Vorkommen einer Erkrankung (vor allem Infektionskrankheit). Explosivepidemien zeigen einen steilen Anstieg un... wird das lokal und zeitlich stark gehäufte Auftreten einer Influenza-InfektionEine Infektion ist eine Übertragung, ein Haftenbleiben und Eindringen von in einen so genannten Wirt (Pflanze, Tier, Mensch) und Vermehrung in ihm. Eine Infektion bildet die Voraus... auf einem ganzen Kontinent bezeichnet. Während einer GrippeGrippe auch Virusgrippe oder Influenza genanntDie Grippe ist eine akute, endemisch, epidemisch oder pandemisch auftretende Infektion der Atemwege. (Vgl. Endemie, Epidemie, Pandemie). Die Gri...-EpidemieEine Epidemie ist ein stark gehäuftes, örtlich und zeitlich begrenztes Vorkommen einer Erkrankung (vor allem Infektionskrankheit). Explosivepidemien zeigen einen steilen Anstieg un... erkranken bis zu 10 % der Bevölkerung an Influenza, die Anzahl an Krankenstandstagen bzw. Fehltagen wegen Betreuung erkrankter Familienmitglieder und Krankenhaus-Einweisungen steigt in diesen 6-8 Wochen deutlich an. Auch nach Wiedererlangen der Arbeitsfähigkeit sind die Patienten häufig noch ein bis zwei Wochen in ihrer Leistung eingeschränkt.
Von Endemie spricht man, wenn das Virus in einem lokal begrenzten Gebiet ständig vorhanden ist und immer wieder zu Infektionen führt. Das ist z.B. bei H5N1 in Indoniesen der Fall.
Als Pandemie wird eine GrippeGrippe auch Virusgrippe oder Influenza genanntDie Grippe ist eine akute, endemisch, epidemisch oder pandemisch auftretende Infektion der Atemwege. (Vgl. Endemie, Epidemie, Pandemie). Die Gri...-EpidemieEine Epidemie ist ein stark gehäuftes, örtlich und zeitlich begrenztes Vorkommen einer Erkrankung (vor allem Infektionskrankheit). Explosivepidemien zeigen einen steilen Anstieg un... bezeichnet, die sich in kurzer Zeit über die ganze Welt ausbreitet und durch ein neues, stark mutiertes Influenza-Virus ausgelöst wird, das besonders ansteckend ist. Zu Pandemien kommt es alle 10 bis 40 Jahre. Die letzten vier Pandemien haben 1918 (Spanische GrippeGrippe auch Virusgrippe oder Influenza genanntDie Grippe ist eine akute, endemisch, epidemisch oder pandemisch auftretende Infektion der Atemwege. (Vgl. Endemie, Epidemie, Pandemie). Die Gri...), 1957 (Asiatische GrippeGrippe auch Virusgrippe oder Influenza genanntDie Grippe ist eine akute, endemisch, epidemisch oder pandemisch auftretende Infektion der Atemwege. (Vgl. Endemie, Epidemie, Pandemie). Die Gri...), 1968 (Hong Kong GrippeGrippe auch Virusgrippe oder Influenza genanntDie Grippe ist eine akute, endemisch, epidemisch oder pandemisch auftretende Infektion der Atemwege. (Vgl. Endemie, Epidemie, Pandemie). Die Gri...) und 2009/10 (Schweinegrippe) stattgefunden.
"Sonderfall" Vogelgrippe
Die aviäre Influenza („Vogelgrippe“) ist primär eine hoch ansteckende Erkrankung von Vögeln, sie wird durch Influenza-A-VirenViren ist die Sammelbezeichnung für biologische Strukturen (in den bekannten Fällen meist Krankheitserreger) mit folgenden gemeinsamen Merkmalen: 1. enthalten als genetische Inform... verursacht.
Vogelgrippe beim Tier
Vögel tragen alle 16 Unterarten von Hämagglutinin und alle neun Unterarten von NeuraminidaseNeuraminidase ist ein Enzym, das in bestimmten Viren, verschiedenen Bakterien, in Blutplasma und Lysosomen (Zellorganellen) vorkommt. Neuraminidase ist ein Oberflächenantigen des I... in den unterschiedlichsten Kombinationen in sich, als klassische aviäre Influenza werden jedoch H5 und H7 verstanden. Viele Wildvögel tragen diese VirenViren ist die Sammelbezeichnung für biologische Strukturen (in den bekannten Fällen meist Krankheitserreger) mit folgenden gemeinsamen Merkmalen: 1. enthalten als genetische Inform... lange Zeit in sich, ohne zu erkranken oder Symptome zu zeigen. Das Nutzgeflügel hingegen ist durch Haltungsbedingungen und Überzüchtung wesentlich empfindlicher gegen diese Influenzaviren und erkrankt häufig.
Man unterscheidet aggressive und weniger aggressive H5- und H7-Stämme. Die milden Virusstämme führen oft nicht zur direkten Erkrankung, sondern zu schlechterer Futterverwertung oder verminderter Legeleistung.
Hochaggressive Stämme von H5 und H7 verursachen dagegen schwere Krankheitssymptome in allen Organsystemen - bis zu 100 % der Tiere versterben innerhalb von 48 Stunden. Diese hoch pathogenen Stämme sind durch bestimmte Aminosäureabfolgen an der Spaltstelle des Hämagglutinins gut erkennbar.
Influenzaviren sind normalerweise Spezies-spezifisch, d.h. Geflügel-Influenza-VirenViren ist die Sammelbezeichnung für biologische Strukturen (in den bekannten Fällen meist Krankheitserreger) mit folgenden gemeinsamen Merkmalen: 1. enthalten als genetische Inform... infizieren Geflügel, humane Influenzaviren den Menschen. Das H5N1-Virus hat jedoch die Speziesgrenze mehrfach überquert. Zahlreiche Vogelarten, von denen man annahm, dass sie immun gegen das Virus sind, wurden infiziert, des weiteren Großkatzen und Hauskatzen, Marderartige, Hunde, Schweine und der Mensch. Eine Studie aus Indonesien hat festgestellt, dass mindestens 20 % aller Streunerkatzen einer Stadt mit dem Virus infiziert waren, wobei der Studie auch ein großes Katzensterben vorausgegangen ist. Eine Folgestudie ist nun im Laufen.
Geflügel-Influenza-VirenViren ist die Sammelbezeichnung für biologische Strukturen (in den bekannten Fällen meist Krankheitserreger) mit folgenden gemeinsamen Merkmalen: 1. enthalten als genetische Inform... werden durch den Geflügeltransport, kontaminierte Schuhe, Kleidung, Käfige, Reinigungsutensilien, Futter und Transporter von Bestand zu Bestand weiter getragen. Vor allem hoch pathogene VirenViren ist die Sammelbezeichnung für biologische Strukturen (in den bekannten Fällen meist Krankheitserreger) mit folgenden gemeinsamen Merkmalen: 1. enthalten als genetische Inform... wie H5N1 überleben sehr lange - bei niedrigen Temperaturen (4° Celsius) für mindestens 35 Tage, bei 37° Celsius immer noch sechs Tage.
Zugvögel dürften bei der Verbreitung und InfektionEine Infektion ist eine Übertragung, ein Haftenbleiben und Eindringen von in einen so genannten Wirt (Pflanze, Tier, Mensch) und Vermehrung in ihm. Eine Infektion bildet die Voraus... von Wirtschaftsgeflügelbeständen ebenfalls eine, wenn auch geringere, Rolle spielen als die Nutztierhaltung und –handel. Vor allem Wassergeflügel ist oft Träger von Influenzaviren, ohne selbst zu erkranken. Bei extensiven Haltungsformen, wie sie im ländlichen Raum Asiens und in den Entwicklungsländern praktiziert werden (backyard poultry), kommt das Nutzgeflügel leicht in Kontakt mit Wildvögeln. Das Virus wird vor allem mit Kot und Harn in Massen ausgeschieden, wodurch Umwelt, Futter, etc. verunreinigt werden und eine Ansteckung gefördert wird.
Bis dato sind 65 Länder weltweit von H5N1-Ausbrüchen bei Geflügel betroffen, in einigen davon ist das Virus bereits endemisch vorhanden. Die aktuelle Situation ist auf der World organisation for animal health Website abrufbar.
Vogelgrippe bei Menschen
Verschiedene Geflügel-Influenzaviren haben beim Mensch Infektionen hervorgerufen: H5N1, H7N3, H7N7 und H9N2. Normalerweise verursachen diese Infektionen relativ milde Symptome, mit Ausnahme H5N1. Dieses Virus hat mehrfach zu menschlichen Erkrankungen mit hoher Sterblichkeitsrate geführt, beginnend mit Hongkong 1997 (18 Fälle, sechs Todesfälle), dann erneut Hongkong 2003 (zwei Fälle, ein Toter) und seit Ende 2003 die andauernde Infektionskette in 15 Ländern mit bisher 508 Infektionen beim Menschen und 302 Todesfällen (Stand 19. November 2010, aktuelle Zahlen unter: Confirmed Human Cases of Avian Influenza A (H5N1)).
Die Gefahr bei H5N1 ist, dass das hoch pathogene Virus durch MutationEine Mutation ist eine Veränderung des Erbguts eines Lebewesens oder einer Zelle (durch Veränderungen innerhalb der Gen- oder Chromosomenstruktur, oft unter dem Einfluss von Mutage... oder „reassortment" (Kombination genetischer Information von Geflügel- und humanem Virus, z.B. bei Doppelinfektion im Mensch oder im Schwein) die Fähigkeit erlangt, leicht und effektiv von Mensch zu Mensch übertragen zu werden. Das Virus erfüllt alle Voraussetzungen eines potentiellen Pandemievirus bis auf diese Fähigkeit. Je häufiger es zu Infektionen beim Menschen kommt, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass dieses „reassortment" stattfindet.
Der Mensch infiziert sich nach derzeitigem Wissenstand am häufigsten durch engen Kontakt zu Geflügel, vor allem beim Schlachten, Rupfen und Verarbeiten von infiziertem Geflügel. Auch kontaminierte Oberflächen, Ausscheidungsprodukte und unbehandelter Dünger spielen eine Rolle. Im klinischen Verlauf ist H5N1 äußert aggressiv, die Sterberate ist hoch. Die Inkubationszeit wird von der WHOWHO ist die Abkürzung für (englisch) World Health Organization; Weltgesundheitsorganisation Internationale Föderation mit Sitz in Genf zur Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Ge... mit ca. 7 Tagen angegeben, schwankt aber zwischen zwei und 17 Tagen.
Anfangs dominieren hohes Fieber und schwerer Husten. Rund 40 % der Patienten zeigen auch Symptome im Magen-Darm Trakt, dazu kommen je nach Fall Brustschmerzen, Blutungen im Nasen- und Rachenraum oder Anzeichen einer Hirnhautentzündung. Atemprobleme und Lungenentzündung entstehen oft drei bis fünft Tage nach Krankheitsbeginn. Eine sekundäre bakterielle InfektionEine Infektion ist eine Übertragung, ein Haftenbleiben und Eindringen von in einen so genannten Wirt (Pflanze, Tier, Mensch) und Vermehrung in ihm. Eine Infektion bildet die Voraus... findet kaum statt, die Lungenentzündung spricht auf Antibiotika meist nicht an. Mit der viralen Lungenentzündung verschlechtert sich der Zustand rasch, es kommt zu ARDS (acute respiratory distress syndrome) und MOF (multi organ failure). Die Sterblichkeitsrate beträgt über 60 %, in den Hotspots wie Indonesien sogar über 80 %. Üblicherweise tritt der Tod zwischen Tag 6 und Tag 9 der Erkrankung ein.
Im Labor finden sich LeukopenieLeukopenie ist eine krankhafte Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) im Blut. Der untere Grenzwert liegt bei etwa 4.000 Zellen pro Mikroliter im Blut. (verminderte Zahl weißer Blutkörperchen), mittelgradige Thrombozytopenie (verminderte Zahl an Blutblättchen), erhöhte Aminotransferasen und zeitweise auch DIC (disseminated intravascular coagulation).
Andere Influenzaviren wie H7N3 in den Niederlanden 2003 führen häufig nur zu milden Symptomen im Atmungstratkt oder zu Bindehautentzündung.
Antiviral behandeln
Bei der Therapie ist strikt zwischen grippalen Infekten, also Erkältungskrankheiten und der echten GrippeGrippe auch Virusgrippe oder Influenza genanntDie Grippe ist eine akute, endemisch, epidemisch oder pandemisch auftretende Infektion der Atemwege. (Vgl. Endemie, Epidemie, Pandemie). Die Gri... bzw. Influenza zu unterscheiden. Bei der Therapie von Erkältungskrankheiten gibt es bisher keine kausale, sprich antivirale Therapie. Hausmittel bzw. rezeptfreie Medikamente können nur unangenehme Symptome lindern.
Für die Behandlung der echten GrippeGrippe auch Virusgrippe oder Influenza genanntDie Grippe ist eine akute, endemisch, epidemisch oder pandemisch auftretende Infektion der Atemwege. (Vgl. Endemie, Epidemie, Pandemie). Die Gri..., die ausschließlich durch Influenzaviren verursacht wird, ist eine spezifische antivirale Therapie möglich und angezeigt. Diese kann helfen die weitere Ausbreitung der Virusinfektion zu verhindern und den Krankheitsverlauf deutlich zu verkürzen sowie bakterielle Subinfektionen bzw. andere Komplikationen zu vermeiden. Gezielt wirkende, antivirale Medikamente gegen Influenzaviren verringern bei rechtzeitiger Einnahme (innerhalb der ersten 48 Stunden nach den ersten Anzeichen) Dauer und Schwere der Erkrankung, die Komplikationsrate und damit auch Spitalsaufenthalte, aber auch die Zahl tödlich verlaufender Komplikationen.
Wie die antivirale Therapie wirkt
Antivirale Influenza-Medikamente binden stark und hochspezifisch an das Enzym (NeuraminidaseNeuraminidase ist ein Enzym, das in bestimmten Viren, verschiedenen Bakterien, in Blutplasma und Lysosomen (Zellorganellen) vorkommt. Neuraminidase ist ein Oberflächenantigen des I...), das sich auf der Oberfläche aller Influenza-A- und -B-VirenViren ist die Sammelbezeichnung für biologische Strukturen (in den bekannten Fällen meist Krankheitserreger) mit folgenden gemeinsamen Merkmalen: 1. enthalten als genetische Inform... findet. Dieses Enzym bewirkt die Freisetzung von neu gebildeten VirenViren ist die Sammelbezeichnung für biologische Strukturen (in den bekannten Fällen meist Krankheitserreger) mit folgenden gemeinsamen Merkmalen: 1. enthalten als genetische Inform... aus befallenen Körperzellen (mittlere Abbildung unten). Antivirale Influenza-Medikamente blockieren dieses Enzym. Dadurch können die neu gebildeten VirenViren ist die Sammelbezeichnung für biologische Strukturen (in den bekannten Fällen meist Krankheitserreger) mit folgenden gemeinsamen Merkmalen: 1. enthalten als genetische Inform... nicht mehr freigesetzt bzw. abgespalten werden. (Abbildung unten ganz rechts) und keine weiteren Körperzellen mehr infizieren. Weiters hindern die Medikamente das Virus daran, im Schleim des Atmungstraktes zu wandern und zu neuen Epithelzellen zu gelangen. Man unterscheidet Medikamente, die als Kapsel geschluckt werden und deren Wirkstoff sich im ganzen Körper verteilt, und solche, die lokal wirken und die deshalb als Pulver inhaliert werden müssen.
Abb.7:
Schematische Darstellung des Wirkmechanismus spezifisch gegen Influenza entwickelter antivirale Medikamente. die die Abspaltung der neu gebildeten VirenViren ist die Sammelbezeichnung für biologische Strukturen (in den bekannten Fällen meist Krankheitserreger) mit folgenden gemeinsamen Merkmalen: 1. enthalten als genetische Inform... von der befallenen Wirtszelle verhindern

Quelle: © Roche
Durch eine gezielte Behandlung kann die Ausbreitung des Virus in den Schleimhautzellen des Atmungstraktes und damit die Schädigung neuer noch intakter Zellen deutlich gehemmt werden. Je weniger Körperzellen vom Virus befallen sind, also je geringer die „Viruslast" und der entstandene Epithelzellschaden sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Erkrankung rasch und ohne Komplikationen in einigen Tagen überwunden ist.
Je später die Therapie einsetzt, desto weniger wirksam ist sie. Zwei Tage nach Ausbruch der Symptome hat die Verbreitung der VirenViren ist die Sammelbezeichnung für biologische Strukturen (in den bekannten Fällen meist Krankheitserreger) mit folgenden gemeinsamen Merkmalen: 1. enthalten als genetische Inform... im Körper bereits ihren Höhepunkt erreicht. Eine antivirale Therapie ist nach dieser Zeitspanne meist nicht mehr sinnvoll. In einer klinische Studien (AOKI, Journal of Antimicrobial Chemotherapy (2003) 51, 123-129) konnte gezeigt werden, dass bei Einnahme der antiviralen Medikation innerhalb der ersten zwölf Stunden die Krankheitsdauer um durchschnittlich drei Tage bzw. um 41 % gegenüber einer späteren Einnahme nach 48 Stunden reduziert werden konnte. Auch die Dauer des Fiebers, die Schwere der Symptome und die Zeit bis zu vollständigen Genesung und Aufnahme normaler Tätigkeit konnten deutlich verringert werden. In einer anderen Studie (Kaiser, Arch int med (2003) 163:1667-1672) konnte gegenüber einer Placebo-Therapie die Rate an Komplikationen im Atmungstrakt um 55 % und die Einweisungsrate ins Spital um 59 % reduziert werden.
Risiken der Behandlung
Wie bei jeder medikamentösen Behandlung sind auch bei antiviralen Therapien Nebenwirkungen beobachtet worden. Viele der Symptome wie z.B. hohes Fieber, sind der Erkrankung selbst zuzuschreiben. Bei der oralen Therapie wurden am häufgsten Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Magen- bzw. Bauchschmerzen und Kopfschmerzen beobachtet. Diese Nebenwirkungen treten meistens nach der ersten Einnahme des Arzneimittels auf und verschwinden üblicherweise wieder, wenn die Behandlung fortgesetzt wird. Die Häufigkeit dieser Nebenwirkungen wird verringert, wenn das Arzneimittel mit Nahrung eingenommen wird. Bei der Therapie mit antiviralen Medikamenten zur Inhalation wurden vor allem Hustenreiz und krampfartige Verengungen der Bronchien vor allem bei Patienten mit überempfindlichen Atemwegen oder chronischen Atemwegserkrankungen beobachtet. Eine detaillierte Risiko-Nutzen Abwägung im Einzelfall erfordert ein ärztliches Gespräch.
Antivirale Propyhlaxe und Therapie:
Die antivirale Prophylaxe ist kein Ersatz für die jährliche Schutzimpfung und soll sich im Rahmen saisonaler Grippewellen auf Personen mit hohem Risiko für influenzabedingte Komplikationen und Personen in Alters-oder Pflegeheimen bzw. hospitalisierte Patienten beschränken. Im Einzelfall sind die individuelle Risikoexposition und mögliche Nebenwirkungen abzuwägen. Mögliche Indikationen sind: Impfung aufgrund einer KontraindikationEine Kontraindikation ist ein Umstand der die Anwendung oder fortgesetzte Anwendung einer an sich zweckmäßigen oder notwendigen therapeutischen Maßnahme verbi... nicht möglich; ausreichende Immunisierung aufgrund einer Immunschwäche fraglich; Überbrückung des Zeitfensters bis zur vollen Ausbildung der Immunantwort in den ersten zwei Wochen nach der Impfung; unzureichende Abdeckung der aktuell zirkulierenden Stämme mit den im Impfstoff enthaltenen Stämmen.
Interessantes
Historisches & Chronologie der Pandemie
Linkliste
www.influenzaworld.com
http://www.health-kiosk.ch/start_grip.htm
DINÖ:
Klinische Institut für Virologie (Universität Wien)
www.influenza.at
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www.who.int/csr/disease/avian_influenza/guidelines/ClinicalManagement07.pdf
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www.eiss.org/index.cgi
OIE - outbreak of avian influenza in animals (map, graph):
www.oie.int/downld/AVIAN INFLUENZA/A_AI-Asia.htm
Kontakt bei Roche Austria
Mag. Paul Kudlacek
Produkt- und Medical Manager
E-Mail: paul.kudlacek@roche.com
Letzte Aktualisierung: März 2011


