Schwarzer Hautkrebs (Melanom)
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Anatomie und Funktion der Haut
Die Haut
Die Haut überzieht den gesamten Körper und geht an Körperöffnungen wie Mund oder Anus in die Schleimhäute über. Sie ist locker mit dem darunter liegenden Gewebe verbunden und unterschiedlich dick – von 0,5 mm bei den Augenhöhlen bis zu 4 mm oder mehr an Handflächen und Fußsohlen.[1] Die Haut des Menschen ist also buchstäblich sehr dünn.
Aufbau & Funktion
Die Haut setzt sich aus drei Schichten zusammen:
-
Oberhaut (Epidermis),
-
Lederhaut (Dermis) und
-
Unterhautgewebe (Subcutis)
Sie hat verschiedene Spezialfunktionen – u.a. schützt sie vor Wärmeverlust, äußeren Einflüssen und Infektionen, reguliert die Köpertemperatur, ist an der Regulation des Wasser- und Salzhaushaltes beteiligt, produziert Vitamin D und ist ein wichtiges Sinnesorgan.
HautkrebsHautkrebs ist eine von der Haut ausgehende bösartige Neubildung. Man unterscheidet die Tumore entsprechend der Zellen, von denen sie ausgehen: z. B. Tumore der Hautzellen, Tumore der Mu...
Es gibt verschiedene Arten von HautkrebsHautkrebs ist eine von der Haut ausgehende bösartige Neubildung. Man unterscheidet die Tumore entsprechend der Zellen, von denen sie ausgehen: z. B. Tumore der Hautzellen, Tumore der Mu.... Die folgenden Informationen beschränken sich auf schwarzen HautkrebsHautkrebs ist eine von der Haut ausgehende bösartige Neubildung. Man unterscheidet die Tumore entsprechend der Zellen, von denen sie ausgehen: z. B. Tumore der Hautzellen, Tumore der Mu... (Melanom).
Referenzen:
[1] ©2004 Tandem Verlag GmbH: Anatomica, Körper und Gesundheit – Das komplette Nachschlagewerk
Was ist ein Melanom?
Das malignemaligne bedeutet bösartig; der Gegensatz hierzu ist benigne - gutartig. Melanom[2] bzw. der schwarze HautkrebsHautkrebs ist eine von der Haut ausgehende bösartige Neubildung. Man unterscheidet die Tumore entsprechend der Zellen, von denen sie ausgehen: z. B. Tumore der Hautzellen, Tumore der Mu... ist die seltenste (< 5 %)[3], aber aggressivste Form von HautkrebsHautkrebs ist eine von der Haut ausgehende bösartige Neubildung. Man unterscheidet die Tumore entsprechend der Zellen, von denen sie ausgehen: z. B. Tumore der Hautzellen, Tumore der Mu....[4] Es entsteht durch das unkontrollierte Wachstum von Melanozyten, den pigmentbildenden Zellen der Haut.[5] Bei Männern treten Melanome am häufigsten am Rücken, bei Frauen an den Beinen auf. Sehr selten beginnen Melanome im Auge zu wachsen.

Inzidenzen, Sterblichkeit, Prognose - weltweit und in Österreich
Weltweit erhalten etwa 200.000 Menschen jährlich die Diagnose Melanom[7] – d.h. alle drei Minuten wird ein neuer Fall von schwarzem HautkrebsHautkrebs ist eine von der Haut ausgehende bösartige Neubildung. Man unterscheidet die Tumore entsprechend der Zellen, von denen sie ausgehen: z. B. Tumore der Hautzellen, Tumore der Mu... diagnostiziert, 80 % davon in Europa, Nordamerika, Australien und Neuseeland[5].
Das malignemaligne bedeutet bösartig; der Gegensatz hierzu ist benigne - gutartig. Melanom ist für fast 80 % der Todesfälle, die durch HautkrebsHautkrebs ist eine von der Haut ausgehende bösartige Neubildung. Man unterscheidet die Tumore entsprechend der Zellen, von denen sie ausgehen: z. B. Tumore der Hautzellen, Tumore der Mu... verursacht werden, verantwortlich.[8] Rund 46.000 Menschen sterben jährlich daran.[7]
Maligne Melanome sind gut behandelbar, wenn sie im Frühstadium diagnostiziert werden: 77 % der Patienten leben noch mindestens zehn Jahre, wenn das Melanom zum Zeitpunkt der Diagnose nicht dicker (tiefer) als 1 mm ist. Haben sich bereits systemische Metastasen gebildet, überleben weniger als 5 % der Patienten länger als zwei Jahre.[5] Die mittlere Gesamtüberlebenszeit im fortgeschrittenen Stadium liegt bei sechs Monaten.[9]
In Österreich erkranken jährlich rund 1.300 Menschen am malignen Melanom, Männer haben ein etwas höheres Risiko als Frauen. Bei rund 300 Patienten pro Jahr führt das Melanom zum Tod. Im Jahr 2009 war das malignemaligne bedeutet bösartig; der Gegensatz hierzu ist benigne - gutartig. Melanom für 3,5 % aller bösartigen Tumoren verantwortlich.[10]

Risikofaktoren
- ultraviolette Strahlen (UVA, UVB): Sonnenbäder und häufige Sonnenbrände, vor allem in der Kindheit
- Muttermale: Personen mit sehr vielen Muttermalen entwickeln mit höherer Wahrscheinlichkeit ein Melanom.
- helle Haut, Sommersprossen, helles Haar: Weiße haben ein über zehnmal höheres Risiko als Afroamerikaner, Rothaarige haben das höchste Risiko.
- nahe Verwandte mit Melanomen bzw. eine eigene Melanom Vorgeschichte (5-10 % der Melanom-Patienten entwickeln im Laufe der Zeit ein zweites Melanom)
- Immunsuppressiva: z.B. bei Transplant-Patienten
- höheres Alter: Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 59 (Männer) bzw. 60 (Frauen) Jahren.[11]
- Geschlecht: Männer haben ein etwas höheres Risiko als Frauen.
- Xeroderma pigmentosum (Mondscheinkrankheit): sehr seltene Hautkrankheit.[3]
Vorsorge
Die beste Vorsorge ist Schutz vor übermäßiger UV-Bestrahlung: lange Kleidung und Kopfbedeckung, Sonnencreme, Sonnenbrillen und Schattenplätze. Auch Solarien sollten nicht oder nur selten besucht werden. Zudem ist der (regelmäßige) Besuch beim Hautarzt für jeden Menschen sinnvoll - dringend empfohlen wird das jenen Personen, die viele Muttermale haben oder Veränderungen der Muttermale entdecken.[3]
Warnsignale und Symptome
Bei Melanomen im Frühstadium treten oft keine Symptome auf. Warnsignale sind, wenn Muttermale:
- größer werden
- ihre Form verändern
- die Farbei ändern (dünkler, fleckig)
- jucken oder schmerzen
- bluten oder verkrusten
- entzündet wirken [6]
Diagnose
In erster Linie hilft die ABCDE-Regel beim Erkennen von Melanomen: Asymmetrie, unregelmäßige Begrenzung, Colour bzw. Farbe, Durchmesser > 6 mm und Erhabenheit. [5]

Zusätzlich steht dem Arzt die Auflichtmikroskopie zur Verfügung. Sie ermöglicht es, tiefere Hautschichten als mit freiem Auge zu betrachten. Besteht der Verdacht auf ein Melanom, wird der Herd operativ entfernt und das Gewebe histologisch untersucht. Nur dadurch kann der Arzt sicher feststellen, ob es sich um gut- oder bösartiges Gewebe handelt. [12]
Nachweis von Mutationen
Eine MutationEine Mutation ist eine Veränderung des Erbguts eines Lebewesens oder einer Zelle (durch Veränderungen innerhalb der Gen- oder Chromosomenstruktur, oft unter dem Einfluss von Mutage... ist eine zufällige Veränderung der DNA-Sequenz eines bestimmten Gens. Bei schwarzem HautkrebsHautkrebs ist eine von der Haut ausgehende bösartige Neubildung. Man unterscheidet die Tumore entsprechend der Zellen, von denen sie ausgehen: z. B. Tumore der Hautzellen, Tumore der Mu... treten unter anderem Mutationen am BRAF-GenGen wird auch Erbfaktor, Erbeinheit oder Erbanlage genannt. Ein Gen ist eine funktionelle Einheit, welche die genetische Information für ein Genprodukt (z. B. ein Enzym) enthä... auf. Dieses GenGen wird auch Erbfaktor, Erbeinheit oder Erbanlage genannt. Ein Gen ist eine funktionelle Einheit, welche die genetische Information für ein Genprodukt (z. B. ein Enzym) enthä... ist ein wesentlicher Teil der Signalkette, die das Zellwachstum auslöst: RAF[13]-ProteineProteine werden auch Eiweiße genannt und sind miteinander verbundene Aminosäuren und bestehen aus mehr als 100 Aminosäureresten. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie ... sind Enzyme (konkret: Proteinkinasen), die für die Signalübertragung innerhalb von Zellen zuständig sind. BRAF ist ein Protein innerhalb eines Signalwegs, der durch Wachstumsfaktoren oder Hormone ausgelöst wird. Wenn Wachstumsfaktoren an Rezeptoren an der Zellwand binden, geben die Rezeptoren die Signale ins Zellinnere weiter. Der Signalweg im Zellinneren besteht aus verschiedenen Proteinen – ein wesentliches davon ist BRAF. Die ProteineProteine werden auch Eiweiße genannt und sind miteinander verbundene Aminosäuren und bestehen aus mehr als 100 Aminosäureresten. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie ... geben das Wachstumssignal an den ZellkernAls Zellkern bezeichnet man ein im Zellplasma gelegenes, meist rundlich geformtes Organell der eukaryotischen Zelle. Der Zellkern enthält den größten Teil des genetische... weiter. Dieser wächst und teilt sich daraufhin – die ZelleDie Zelle ist die kleinste Einheit jedes Organismus, bestehend aus Zytoplasma, Zellkern, Zentralkörperchen, Netzapparat und Zellwand. vermehrt sich.
Mutationen innerhalb der Signalwege, die normalerweise Wachstum, Verbreitung und Überleben von Zellen regulieren, sind eine häufige Ursache von KrebsMedizinisch ist Krebs die allgemeine Bezeichnung für eine bösartige Neubildung (Tumor).Man unterscheidet hauptsächlich das Karzinom: bösartige Geschwulst aus Haut- und Sc.... BRAF ist das am häufigsten mutierte Onkogen[14] bei menschlichen Tumoren.[15] In nahezu allen Fällen handelt es sich dabei um eine BRAF V600 MutationEine Mutation ist eine Veränderung des Erbguts eines Lebewesens oder einer Zelle (durch Veränderungen innerhalb der Gen- oder Chromosomenstruktur, oft unter dem Einfluss von Mutage...: Sie führt dazu, dass das BRAF Protein unabhängig von äußeren Signalen aktiv wird. Die Zellen können nun unkontrolliert zu wachsen und zu überleben beginnen – häufig entsteht ein Tumor. BRAF Mutationen treten bei rund 8 % aller Tumoren auf, im Fall des malignen Melanoms bei rund jedem zweiten Betroffenen.
Es gibt verschiedene Testmethoden, um eine BRAF MutationEine Mutation ist eine Veränderung des Erbguts eines Lebewesens oder einer Zelle (durch Veränderungen innerhalb der Gen- oder Chromosomenstruktur, oft unter dem Einfluss von Mutage... festzustellen. Die Echtzeit-PCR[16] ist dabei eine einfache, schnelle, kostengünstige und die sensitivste Methode. Für den Test wird dem Tumor eine DNA-Probe entnommen. Ein speziell von Roche entwickeltes PCR-Analysesystem ermöglicht damit den Nachweis einer BRAF V600 MutationEine Mutation ist eine Veränderung des Erbguts eines Lebewesens oder einer Zelle (durch Veränderungen innerhalb der Gen- oder Chromosomenstruktur, oft unter dem Einfluss von Mutage....
Referenzen:
[2] Ein maligner Tumor ist ein bösartiger Tumor, d. h. er zerstört umgebendes Gewebe und kann Metastasen bilden.
[3] American Cancer Society (2011): Melanoma Skin Cancer, www.cancer.org/Cancer/SkinCancer-Melanoma/DetailedGuide/index (Stand: 17.8.2011)
[4] Die häufigste Form von HautkrebsHautkrebs ist eine von der Haut ausgehende bösartige Neubildung. Man unterscheidet die Tumore entsprechend der Zellen, von denen sie ausgehen: z. B. Tumore der Hautzellen, Tumore der Mu... ist das Basalzellkarzinom, gefolgt vom Plattenepithelkarzinom (Stachelzellkrebs) und dem Melanom.
[5] Boyle P, Levin B (2008): World Cancer Report 2008, www.iarc.fr/en/publications/pdfs-online/wcr (last accessed: 16.12.2011)
[6] Cancer Research UK (2011): Melanoma Skin Cancer, http://www.cancerhelp.org.uk/type/melanoma/index.htm (Stand: 30.11.2011)
[7] IARC: GLOBOCAN 2008, http://globocan.iarc.fr/ (last accessed: 16.12.2011)
[8] Cedars-Sinai (2011): Melanoma Skin Cancer Treatment, www.cedars-sinai.edu/Patients/Health-Conditions/Melanoma-Skin-Cancer-Treatment.aspx (last accessed: 16.12.2011)
[9] NCCN Clinical Practice Guidelines in Oncology™. Melanoma V.2.2010. Available from: www.nccn.org (last accessed August 3, 2010); de Vries E, et al. Br J Dermatol 2005;152:481–8
[10] Statistik Austria (2011), www.statistik.at/web_de/statistiken/gesundheit/krebserkrankungen/haut/index.html (Stand: 13.10.2011)
[11] Hengge DR, Dummer R (2006): Malignes Melanom. Standards und Innovationen in Diagnostik und Therapie, Köln: Deutscher Ärzte-Verlag
[12] Kittler H (2005): Melanom (Diagnose), www.netdoktor.at/health_center/melanom/melanom_diagnose.htm
[13] raf = rapidly growing fibrosarcoma
[14] OnkogeneOnkogene sind Gene, die bösartige Geschwulste hervorrufen können. Es werden zwei Gruppen unterschieden.1. virale Onkogene: aus Viren stammende und in Zellen eingebaute Erbinformati... entstehen durch MutationEine Mutation ist eine Veränderung des Erbguts eines Lebewesens oder einer Zelle (durch Veränderungen innerhalb der Gen- oder Chromosomenstruktur, oft unter dem Einfluss von Mutage... aus normalen Genen und fördern die Entstehung von KrebsMedizinisch ist Krebs die allgemeine Bezeichnung für eine bösartige Neubildung (Tumor).Man unterscheidet hauptsächlich das Karzinom: bösartige Geschwulst aus Haut- und Sc....
[15] Greenman C et al. (2007): Patterns of somatic mutation in human cancer genomes. In: Nature 446, 153–158
[16] Polymerase-Chain-Reaction bzw. Polymerase-Kettenreaktion, ermöglicht den Nachweis geringster Mengen Erbsubstanz
Therapie
Die Behandlungsoptionen variieren je nach Stadium der Krebserkrankung und Metastasenbildung. Generell gibt es folgende Behandlungsoptionen:
OperationEine Operation ist ein ein chirurgischer Eingriff.
Die OperationEine Operation ist ein ein chirurgischer Eingriff. ist eine der wichtigsten Behandlungsmöglichkeiten bei HautkrebsHautkrebs ist eine von der Haut ausgehende bösartige Neubildung. Man unterscheidet die Tumore entsprechend der Zellen, von denen sie ausgehen: z. B. Tumore der Hautzellen, Tumore der Mu.... Patienten mit einem Melanom im Frühstadium können durch die operative Entfernung des Melanoms geheilt werden. Sind umgebende Lymphknoten befallen, werden diese ebenfalls entfernt.[5]
ChemotherapieChemotherapie - Einsatz von Medikamenten, die Krankheitserreger und Tumorzellen durch eine Hemmung des Stoffwechsels möglichst selektiv schädigen. Im Rahmen der Krebsbehandlung unt...
Chemotherapien kommen gegen Melanome und ihre Metastasen zwar zum Einsatz, zeigen aber nur bei etwa einem Drittel der Patienten Wirkung.[5][17]
Durch die ChemotherapieChemotherapie - Einsatz von Medikamenten, die Krankheitserreger und Tumorzellen durch eine Hemmung des Stoffwechsels möglichst selektiv schädigen. Im Rahmen der Krebsbehandlung unt... sollen im Körper vorhandene Tumorzellen zerstört oder in ihrem Wachstum gehemmt werden. Chemotherapeutika oder ZytostatikaZytostatika - Arzneimittel, die das Zellwachstum, insbesondere die Zellteilung verhindern oder verzögern; Zytostatika wirken nur auf Zellen, die sich im Wachstum befinden, nicht auf sol... sind Zellgifte, die über Infusionen oder in Tablettenform verabreicht werden. Sie bremsen das Wachstum der Zellen, indem sie in die Zellteilung eingreifen und wirken daher speziell auf sich schnell teilende Zellen. Da bösartige Zellen sich besonders rasch vermehren, werden vor allem Tumorzellen durch die ChemotherapieChemotherapie - Einsatz von Medikamenten, die Krankheitserreger und Tumorzellen durch eine Hemmung des Stoffwechsels möglichst selektiv schädigen. Im Rahmen der Krebsbehandlung unt... blockiert. Allerdings wirken sich ZytostatikaZytostatika - Arzneimittel, die das Zellwachstum, insbesondere die Zellteilung verhindern oder verzögern; Zytostatika wirken nur auf Zellen, die sich im Wachstum befinden, nicht auf sol... auch auf gesunde Zellen aus, was zu Nebenwirkungen führen kann.
Mögliche Nebenwirkungen
Chemotherapien können leider auch unerwünschte Begleiterscheinungen mit sich bringen und für den Patienten belastend sein. Denn mit dieser Therapieform werden nicht nur Tumorzellen, sondern auch gesunde Zellen angegriffen.
Gesunde Zellen erholen sich aber meist rasch nach Absetzen der ChemotherapieChemotherapie - Einsatz von Medikamenten, die Krankheitserreger und Tumorzellen durch eine Hemmung des Stoffwechsels möglichst selektiv schädigen. Im Rahmen der Krebsbehandlung unt..., somit verschwinden auch viele der aufgetretenen Nebenwirkungen.
Nebenwirkungen können sehr individuell auftreten und wahrgenommen werden und sind von vielen Faktoren abhängig (Art der Therapie, Alter des Patienten, Vorerkrankungen etc.)
Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Chemotherapien zählen Blutbildveränderungen, Haarausfall., Übelkeit und Erbrechen, Schleimhautentzündungen, Erschöpfung („Fatigue"). Es können auch Spätschäden, die HerzDas Herz ist ein muskuläres Hohlorgan mit der Aufgabe, durch wechselnde Kontraktion (Systole) und Erschlaffung (Diastole) von Vorhöfen und Kammern den Blutstrom in den Gefä&sz..., Lunge, Niere und andere Organe betreffen, auftreten.
Bei all den auftretenden Nebenwirkungen ist jedoch sicher festzuhalten, dass das Auftreten und die Schwere von Nebenwirkungen durch die Entwicklung von neuen Therapieformen schon wesentlich reduziert wurde.
StrahlentherapieStrahlentherapie ist im engeren Sinn die Anwendung von bestimmter Strahlung (ionisierender Strahlung) zur Behandlung bösartiger (selten auch gutartiger) Tumoren. Eine Strahlentherapie k...
Die StrahlentherapieStrahlentherapie ist im engeren Sinn die Anwendung von bestimmter Strahlung (ionisierender Strahlung) zur Behandlung bösartiger (selten auch gutartiger) Tumoren. Eine Strahlentherapie k... wird z.B. oft erfolgreich bei Metastasen im Gehirn eingesetzt.[17]
Durch ionisierende Strahlen entstehen Schäden im Erbgut der bestrahlten Zellen. Krebszellen haben ein weniger gut funktionierendes Reparatursystem als normale, gesunde Zellen. Eine Krebszelle kann die Bestrahlungsschäden daher nicht schnell genug beheben und die ZelleDie Zelle ist die kleinste Einheit jedes Organismus, bestehend aus Zytoplasma, Zellkern, Zentralkörperchen, Netzapparat und Zellwand. stirbt ab. Wichtig ist dabei, dass der KrebsMedizinisch ist Krebs die allgemeine Bezeichnung für eine bösartige Neubildung (Tumor).Man unterscheidet hauptsächlich das Karzinom: bösartige Geschwulst aus Haut- und Sc... eine möglichst hohe Strahlendosis erhält und das umgebende gesunde Gewebe so wenig wie möglich geschädigt wird.
Mögliche Nebenwirkungen
Leider kann auch diese Form der Behandlung trotz genauester Planung und Durchführung unerwünschte Nebenwirkungen haben:
Eine StrahlentherapieStrahlentherapie ist im engeren Sinn die Anwendung von bestimmter Strahlung (ionisierender Strahlung) zur Behandlung bösartiger (selten auch gutartiger) Tumoren. Eine Strahlentherapie k... ist vor allem für die Haut in dem bestrahlten Bezirk sehr belastend. Es kann zu schmerzhaften Rötungen – ähnlich den Symptomen eines schweren Sonnenbrandes – zum Teil mit Blasenbildung und Haarausfall kommen.
Zielgerichtete Therapie
Zielgerichtete Therapien (engl. „targeted therapies") setzen direkt an den Krebszellen an. Die Wirkstoffe richten sich gegen Angriffspunkte (targets), die bevorzugt oder vermehrt in oder auf Krebszellen zu finden sind. D.h. sie wirken sich nicht wie z.B. Chemotherapien auf den gesamten Körper aus. Das Ziel dieser Therapien ist hohe Wirksamkeit bei wenigen Nebenwirkungen. Viele zielgerichtete Therapien werden heute in Verbindung mit einer ChemotherapieChemotherapie - Einsatz von Medikamenten, die Krankheitserreger und Tumorzellen durch eine Hemmung des Stoffwechsels möglichst selektiv schädigen. Im Rahmen der Krebsbehandlung unt... durchgeführt. Oft kommen sie nur für bestimmte Patienten infrage – für jene, deren Krebszellen passende Angriffspunkte bieten.
Für eine optimale Therapieentscheidung sind deshalb auch prädiktive BiomarkerBiomarker sind biologische Indikatoren, welche gemessen und verwendet werden können, um normale biologische und/oder Krankheitsprozesse oder Reaktionen auf Medikamente oder Therapien be... zu bestimmen. Diese biologischen Indikatoren können aufzeigen, welche Therapie für einen Patienten geeignet ist. Ein positiver prädiktiver Marker filtert eine Gruppe, die auf eine zielgerichtete Therapie anspricht (z.B. BRAF beim Melanom). Ein negativer prädiktiver Marker schließt eine Gruppe aus, die sicher nicht von einer zielgerichteten Therapie profitiert (z.B. KRAS bei Darmkrebs).
Das Melanom bietet verschiedene Angriffspunkte für zielgerichtete Therapien. Ein möglicher Angriffspunkt ist das BRAF-Protein. BRAF ist Teil eines Signalwegs, der das Zellwachstum kontrolliert. Mutiert BRAF, kann das zu schnellem, unkontrolliertem Zellwachstum und damit KrebsMedizinisch ist Krebs die allgemeine Bezeichnung für eine bösartige Neubildung (Tumor).Man unterscheidet hauptsächlich das Karzinom: bösartige Geschwulst aus Haut- und Sc... führen. Die MutationEine Mutation ist eine Veränderung des Erbguts eines Lebewesens oder einer Zelle (durch Veränderungen innerhalb der Gen- oder Chromosomenstruktur, oft unter dem Einfluss von Mutage... tritt bei etwa der Hälfte aller Melanom-Patienten auf und ist mit einer ungünstigen Prognose verbunden. Ein neues Medikament – ein sogenannter BRAF-Inhibitor – hemmt zielgerichtet das mutierte BRAF-Protein. Der Wirkstoff wurde zusammen mit einem diagnostischen Test entwickelt. Damit kann man jene Patienten ermitteln, die von dem Medikament profitieren können. (siehe Diagnose – Nachweis von Mutationen)
Mögliche Nebenwirkungen
Wie alle Medikamente können auch zielgerichtete Therapien unerwünschte Wirkungen haben. Diese hängen von der Art des Medikaments bzw. seinem Wirkmechanismus ab. Generelle Nebenwirkungen von zielgerichteten Therapien im Allgemeinen zu nennen, ist nicht möglich. Für nähere Informationen wenden Sie sich daher bitte an Ihren Arzt.
Immuntherapie
In seltenen Fällen bilden sich Melanome und Metastasen selbst zurück – wahrscheinlich aufgrund von Immunreaktionen. Das Interesse an Immuntherapien ist deshalb gewachsen. Diese Therapiemöglichkeit ist noch nicht ausgereift, die Behandlung mit Botenstoffen des Immunsystems wie Interferon und Interleukin führte aber bereits zu ersten Erfolgen. [5] Ein Antikörper, der das Immunsystem gezielt dazu anregt, Krebszellen zu bekämpfen, ist bereits zugelassen.
Referenzen:
[5] Boyle P, Levin B (2008): World Cancer Report 2008, www.iarc.fr/en/publications/pdfs-online/wcr (last accessed: 16.12.2011)
[17] Scharffetter-Kochanek K, Schneider LA (2008): Malignes Melanom, www.uniklinik-ulm.de/struktur/zentren/cccu/home/fuer-patienten-und-angehoerige/krebsbehandlung/krebs-spezifisch/malignes-melanom.html (Stand: 28.01.2011)
Anlaufstellen bei sozialen/ finanziellen Problemen:
1) KREBSHILFE:
www.krebshilfe.at
www.krebshilfe-wien.at/Krebs-und-Beruf
Rufen Sie an und vereinbaren Sie mit den Beraterinnen von "KrebsMedizinisch ist Krebs die allgemeine Bezeichnung für eine bösartige Neubildung (Tumor).Man unterscheidet hauptsächlich das Karzinom: bösartige Geschwulst aus Haut- und Sc... und Beruf" ein Beratungsgespräch : 01/402 19 22 DW 14 oder DW 15
Projektbegleitend hat die Wiener Krebshilfe den Ratgeber "100 Antworten auf Ihre Fragen zum Thema KrebsMedizinisch ist Krebs die allgemeine Bezeichnung für eine bösartige Neubildung (Tumor).Man unterscheidet hauptsächlich das Karzinom: bösartige Geschwulst aus Haut- und Sc... und Beruf" herausgebracht.
Die Beratung im Rahmen des Projekts "KrebsMedizinisch ist Krebs die allgemeine Bezeichnung für eine bösartige Neubildung (Tumor).Man unterscheidet hauptsächlich das Karzinom: bösartige Geschwulst aus Haut- und Sc... und Beruf" erfolgt telefonisch oder persönlich nach telefonischer Vereinbarung. Information und Beratung sind kostenlos. Vereinbaren Sie einen Termin für ein Beratungsgespräch zu arbeitsrechtlichen Fragen unter: 01/402 19 22 oder 0800 699 900 oder schicken Sie ein E-Mail.
2) ARBEITERKAMMER:
www.arbeiterkammer.at
3) SOZIALVERSICHERUNGSTRÄGER
www.sozialversicherung.at
Link zu allen Sozialversicherungsträgern und Kontakttelefonnummer, Informationen zum Pflegegeld
4) ARBEITSMARKTSERVICE
Arbeitsmarktservice, es gibt Stellenangebote, Kontakte zu den Bundesländern
www.ams.or.at/neu/
5)„SOZIALÄMTER“ und allgemeine Informationen zur finanziellen und sozialen Hilfe
ÖSTERREICHWEIT:
0800/201611: Sozialservicestelle (Nulltarif) Sozialtelefon – Bürgerservice des Sozialministeriums, Anlaufstelle für alle sozialen Fragen in Österreich. Das SozialTelefon bietet Information und Beratung zu Fragen im Zusammenhang mit einer Behinderung und im Einzelfall auch Information und Beratung für Personen in anderen schwierigen Lebenssituationen.
www.sozialinfo.at Link zu allen Bundesländern
www.bmsk.gv.at Homepage des Bundesministeriums für Soziales und Konsumentenschutz
www.soziales-leben-oesterreich.at/sozialhilfe.html Link zu Burgenland und Kärnten
www.help.gv.at österreichweiter Amtshelfer
Salzburg:
www.salzburg.gv.at
Tirol:
www.sozialhilfetirol.at/sites/sozialaemter.html
Wien:
www.wien.gv.at
sozialinfo.wien.gv.at
frauenratgeberin.wien.gv.at
www.fsw.at
Pflegegeld nach dem Wiener Pflegegeldgesetz (WPGG)
Zuständige Behörde für Landespflegegeldanträge:
Magistratsabteilung 15 - Gesundheitswesen und Soziales
Referat V/3 - Pflegegeld
15., Camillo-Sitte-Gasse 6-8, 2. Stock, Tür 6
Erreichbarkeit
Telefon ( 43 1) 531 14-8585
Telefonische Auskünfte: Montag bis Freitag von 7.30 bis 15.30 Uhr
Fax ( 43 1) 531 14-99-85281
E-Mail: pflegegeld@m15.magwien.gv.at
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr,
Donnerstag von 13 bis 15 Uhr
Burgenland:
www.burgenland.gv.at/gesundheit-soziales
Kärnten:
www.ktn.gv.at
Niederösterreich:
www.st-poelten.gv.at
Oberösterreich:
www.land-oberoesterreich.gv.at
Steiermark:
www.soziales.steiermark.at
Vorarlberg:
www.vlr.gv.at/vorarlberg/
Soziale Aspekte:
Roche Austria hilft via "Roche Lebens Hilfe"
Die Diagnose KrebsMedizinisch ist Krebs die allgemeine Bezeichnung für eine bösartige Neubildung (Tumor).Man unterscheidet hauptsächlich das Karzinom: bösartige Geschwulst aus Haut- und Sc... verändert das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen von Grund auf, nichts bleibt wie es war. Moderne, zielgerichtete Krebstherapien ermöglichen immer mehr Patienten einen stabil-guten körperlichen Zustand und damit auch den Verbleib im Arbeitsprozess bzw. den Wiedereinstieg in den Beruf nach überstandener Erkrankung. Dennoch sind Krebspatienten – so die traurige Erfahrung – auf ihrem Weg zurück zu einem „normalen Leben“ oft mit großen Schwierigkeiten konfrontiert. Zumeist haben sie aufgrund Ihrer Erkrankung ihren Job verloren, können nicht mehr an ihren alten Arbeitsplatz zurückkehren, haben daher finanzielle Schwierigkeiten oder akute Kreditprobleme.
Diese Menschen möchte Roche Austria bei Ihrem Wiedereinstieg ins Leben unterstützen. Aus diesem Grund haben wir – gemeinsam mit der Österreichischem Krebshilfe – die Initiative "Roche Lebens Hilfe" gegründet. Ziel des Projektes ist es, Betroffenen und Angehörigen unbürokratische und schnell finanzielle Hilfe anzubieten.
Patienten und/oder Ihre Angehörigen können einen Antrag um Unterstützung bei der Österreichischen Krebshilfe einreichen. Wichtig ist auch hier eine intensive Beratung durch die Experten der Krebshilfe vorab. Jeder Einzelfall wird dann von einem unabhängigen Komitee in Absprache mit dem behandelnden Arzt objektiv bewertet. Ein unabhängiges Gremium der Österreichischen Krebshilfe prüft alle Fälle eingehend und entscheidet im Anlassfall über die Höhe der notwendigen Unterstützung.
Letzte Aktualisierung: Februar 2012