Darmkrebs
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Anatomie und Funktion des Darms
Anatomie und Funktion des Darms
Der Darm besteht aus zwei Teilen, dem Dünndarm und dem Dickdarm. Der Darm nimmt die unteren zwei Drittel der Bauchhöhle ein und besteht aus mehreren Abschnitten.
Direkt an den Magen schließt der Dünndarm (Zwölffinger-, Leer- und Krummdarm) an. Mit etwa sieben Metern ist er der längste Teil des Darms. Bösartige Tumoren sind in diesem Bereich sehr selten. Der Dickdarm ist die Fortsetzung des Dünndarmes und übernimmt die Aufnahme von Wasser und Salzen (Elektrolyte). Sein Anfang wird Blinddarm (Caecum) genannt, daran hängt der kleine Wurmfortsatz (Appendix). Die weiteren Abschnitte teilen sich in den aufsteigenden Grimmdarm (Colon ascendens), quer verlaufenden Grimmdarm (Colon transversum), absteigenden Grimmdarm (Colon descendens), Sigma (Colon sigmoideum) und Mastdarm (Rektum) auf. Er hat eine Länge von 1-1,5 Metern. Dünn- und Dickdarm dienen in erster Linie der Verdauung.
Der Mastdarm (Rektum) ist der letzte Darmabschnitt. Er hat eine Reservoirfunktion. Beim Darmkrebs werden der Dickdarm und der Mastdarm zu einer Einheit zusammengefasst, weil die Entstehung dieser Tumoren, die Art, wie sie erkannt werden (Diagnostik) sowie ein Großteil der Behandlung (Therapie) sehr ähnlich sind.
Krebsentstehung
Risikofaktoren
Vorsorge
Warnsignale und Symptome
Diagnose
Was ist Darmkrebs?
Darmkrebs bzw. das Kolorektalkarzinom entsteht durch unkontrolliertes Wachstum anormaler Zellen in Dickdarm (Kolon) und Enddarm (Rektum). In den meisten Fällen entwickeln sich Tumoren aus kleinen Wucherungen – den Polypen, die sich in der Darm- oder Rektumwand bilden können. Obwohl die meisten Polypen nicht bösartig werden, sind bösartige Polypen die häufigste Ursache von Kolorektalkarzinomen.

Die Tumorzellen breiten sich zunächst (Stadium 1-3) innerhalb der Darmwand aus. Im weiteren Verlauf (Stadium 3-4) dringen die Tumorzellen durch die Lymphgefäße zu den benachbarten Lymphknoten und später über das Blut in Knochen, Leber, Lunge und andere Organe.
Inzidenzen, Sterblichkeit, Prognose – weltweit und in Österreich
Weltweit verursacht Darmkrebs die drittmeisten Todesfälle unter Krebspatienten – mehr als 600.000 Menschen sterben jährlich daran[1]. Die Diagnose Darmkrebs erhalten jährlich rund 1,2 Millionen Menschen. In Entwicklungsländern überleben etwa 30 % der Darmkrebspatienten länger als fünf Jahre, in Industrieländern etwa 60 %. Wird der Tumor im Frühstadium entdeckt, steigt die 5-Jahres-Überlebensrate auf 90 %[2].
In Österreich erkranken etwa 4.500 Menschen jährlich an Darmkrebs, etwa 2.300 im Jahr erliegen der Krankheit. Das Risiko, bis zum 75. Lebensjahr an Darmkrebs zu sterben, ging in den vergangenen 20 Jahren von 2 % auf 1,1 % zurück. Das lässt v. a. darauf schließen, dass Screening-Programme erfolgreich sind[3], ebenso aber auch, dass wirksamere Therapien entwickelt worden sind.

Risikofaktoren
- Alter: In mehr als 90 % der Fälle sind Menschen über 50, wenn sie die Diagnose Darmkrebs erhalten.
- genetische Prädisposition: Mehrere nahe Verwandte und/oder Vorfahren sind an Darmkrebs erkrankt.ungesunder Lebensstil: Rauchen, Übergewicht, übermäßiger Alkoholkonsum, Bewegungsmangel
- falsche Ernährung: übermäßiger Konsum von rotem Fleisch, Mangel an Obst und Gemüse
Vererbliche Formen von Darmkrebs
Darmkrebs tritt in etwa zehn Prozent familiär gehäuft auf. Mit wachsendem Verständnis über die genetischen Grundlagen der Krebserkrankung hat man Gene ausfindig gemacht, die in ihrer veränderten Form von Generation zu Generation vererbt werden und Darmkrebs-auslösend sind.
Man kennt heute zwei Formen von vererbtem Darmkrebs:
- FAP (= Familiäre Adenomatöse Polyposis)
Bei der FAP entstehen bereits bei jungen Menschen hunderte bis tausende Polypen im Dickdarm. Da aufgrund der Vielzahl nicht mehr jedes einzelne AdenomAdenom Von den oberflächlichen Zellen (Epithelgewebe) der Schleimhaut des Magen-Darm-Traktes oder der Drüsen ausgehende, zunächst gutartige Neubildung, die aber bösartig ... entfernt werden kann, entschließt man sich heute bereits bei jungen Patienten, den gesamten Dickdarm und einen Teil des Enddarmes zu entfernen.
- HNPCC (= Hereditäres Nicht-Polypöses Kolorektales KarzinomEin Karzinomist ein von den inneren und äußeren Oberflächen bedeckenden Zellen (Epithel) ausgehender bösartiger Tumor. Entsprechend der Herkunft und dem Differenzierungs...)
Anders ist es bei der HNPCC, dem sogenannten Lynch-Syndrom. Im Gegensatz zur FAP entstehen hier nur einzelne Adenome, oftmals im aufsteigenden Dickdarmabschnitt. Diese wandeln sich sehr häufig bereits in jungen Jahren in DickdarmkrebsDickdarmkrebs ist eine Tumorerkrankung des Dickdarms. Man unterscheidet gutartige, wie z. B. Polypen, und bösartige Dickdarmtumore. - Vgl. Darmtumor, Kolonkarzinom um. Deshalb ist es wichtig, dass Patienten, die den Gendefekt in sich tragen, regelmäßig (alle 1-2 Jahre) eine Dickdarmspiegelung vornehmen lassen. Wenn die unten genannten Kriterien (sog. Amsterdam Kriterien) in einem Familienstammbaum erfüllt sind, ist das Vorliegen eines Lynch-Syndroms sehr wahrscheinlich:- Mindestens drei Familienangehörige haben oder hatten Darmkrebs (mindestens zwei davon sind erstgradig verwandt).
- Mindestens zwei Generationen sind oder waren davon betroffen.
- Mindestens einer der Erkrankten ist oder war bei Erkrankungsbeginn jünger als 50 Jahre.
- Eine FAP ist ausgeschlossen.
Für beide Darmerkrankungen existieren mittlerweile genetische Tests, die feststellen können, welche Familienmitglieder die genetische Veränderung aufweisen. Genetische Beratungsstellen der Universitäten können hier genaue Informationen geben.
Vorsorge
Neben ausgewogener Ernährung und gesundem Lebensstil spielen Vorsorgeuntersuchungen eine wichtige Rolle bei der Vermeidung von Darmkrebs. Sinnvoll ist, ab dem 40. Lebensjahr jährlich einen Okkult-Bluttest (Test auf verborgenes Blut im Stuhl) durchführen zu lassen. Ab dem 50. Lebensjahr ist eine Darmspiegelung alle sieben bis zehn Jahre empfohlen. So kann der Arzt Polypen früh genug entdecken und abtragen. Denn die Zeitspanne vom Auftreten erster Polypen bis zu einer möglichen bösartigen Entartung beträgt im Schnitt zehn Jahre. Wesentlich ist: In mehr als 90 % aller Fälle sind vor der Entstehung des Karzinoms viele Jahre hindurch Vorstufen in Form von zunächst gutartigen Darmpolypen nachweisbar. Das konsequente Aufspüren und Entfernen dieser Polypen im Rahmen der Darmspiegelung könnte 90 % der Erkrankungen verhindern.[4][5]
Entfernung von Polypen/Adenomen
Um Polypen/Adenome zu entfernen, fährt der Arzt eine kleine Drahtschlinge aus dem Untersuchungsgerät, dem Endoskop, aus und fängt sie ein. Anschließend wird die kleine Wucherung mittels Strom von der Basis abgetrennt und die Abtragungsstelle damit gleichzeitig verschorft. In seltenen Fällen ist eine Laser- oder chirurgische Entfernung nötig. Angst vor einer Darmspiegelung ist heute unbegründet: Im Gegensatz zu den früher starren kommen flexible Endoskope zum Einsatz, mehr als die Hälfte der Untersuchungsstellen in Österreich bieten eine Kurzanästhesie und damit vollkommen schmerzfreie Darmspiegelung an.



Grafik: Entfernung eines Adenoms
Quelle: © Roche
Warnsignale und Symptome
Bei Kolorektalkarzinomen im Frühstadium treten oft keine Symptome auf. Zu den Symptomen von Darmkrebs zählen[2][6]:
- Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust
- deutliche Veränderung des Stuhlgangs (Verstopfung, Durchfall)
- Blut und/oder Schleim im Stuhl
- Beschwerden bei der Stuhlentleerung
- steigender Stuhldrang, mit Schmerzen verbunden
- Unterleibskrämpfe
Diagnose
Einen Hinweis auf Darmkrebs kann der Okkultbluttest liefern. Zur sicheren Diagnose führt die Darmspiegelung. Mithilfe von Kontrastmittel kann auch ein Röntgen Tumoren und Polypen sichtbar machen.[4][6]
Steht die Diagnose Darmkrebs fest, kann die zusätzliche Bestimmung von Prognosefaktoren und Tumormarkern sinnvoll sein: Sie können Aufschluss darüber geben, ob die Prognose günstig oder ungünstig ist. Beispiele dafür sind das carcinoembryonale AntigenEin Antigen ist eine Substanz, die von einem Organismus als fremd erkannt wird und eine spezifische, d. h. nur gegen dieses Antigen gerichtete Immunantwort mit der Bildung von Antikörpe... (CEA), die Mikrosatelliten Instabilität (MSI) oder das KRAS-GenGen wird auch Erbfaktor, Erbeinheit oder Erbanlage genannt. Ein Gen ist eine funktionelle Einheit, welche die genetische Information für ein Genprodukt (z. B. ein Enzym) enthä....[7]
Die Überlebenschance (Prognose) beim Darmkrebs ist um so größer, je früher er erkannt wird. Bleibt der KrebsMedizinisch ist Krebs die allgemeine Bezeichnung für eine bösartige Neubildung (Tumor).Man unterscheidet hauptsächlich das Karzinom: bösartige Geschwulst aus Haut- und Sc... auf die Darmwand beschränkt, so ist die Wahrscheinlichkeit der Heilung sehr hoch. Umso wichtiger ist es, bereits erste Anzeichen der Erkrankung zu erkennen.
Blut im Stuhl
Nach dem Stuhlgang sollte regelmäßig auf Schleimauflagerungen und vor allem auf die Farbe des Stuhls geachtet werden. Schwarzer Stuhl (Teerstuhl) oder Stuhl mit rötlichen Veränderungen kann für Blutauflagerungen oder Blutbeimengungen sprechen und ist ein wichtiges Hinweiszeichen. Mit Hilfe von Okkultbluttests (z.B. hemo FEC ®) ist es möglich, bereits kleinste Blutbeimengungen im Stuhl schnell festzustellen. Dies kann einen Hinweis auf Darmkrebs geben.
Darmspiegelung
Zur sicheren Diagnose führt eine Darmspiegelung (Kolo- bzw. Rektoskopie) – sie ist die zuverlässigste Methode, Polypen und Tumoren zu erkennen. In näherer Zukunft könnte sie durch die Computertomographie ersetzt werden. Notwendig ist eine Darmspiegelung aber in jedem Fall, wenn Polypen gefunden werden – denn nur so können sie abgetragen werden. Angst vor einer Darmspiegelung ist heute unbegründet: Im Gegensatz zu den früher starren kommen flexible Endoskope zum Einsatz, mehr als die Hälfte der Untersuchungsstellen in Österreich bieten eine Kurzanästhesie und damit vollkommen schmerzfreie Darmspiegelung an.
Stadieneinteilung
Der DickdarmkrebsDickdarmkrebs ist eine Tumorerkrankung des Dickdarms. Man unterscheidet gutartige, wie z. B. Polypen, und bösartige Dickdarmtumore. - Vgl. Darmtumor, Kolonkarzinom wird (wie die meisten Krebsarten) in seinem Ausprägungsgrad durch die Ausdehnung des Tumors (T), eine evtl. vorhandene Lymphknotenbeteiligung (N) sowie evtl. vorhandener Absiedelungen des Tumors (Metastasen) (M) beschrieben. Die Einteilung geschieht sowohl vor der OperationEine Operation ist ein ein chirurgischer Eingriff. (präoperativ) durch bildgebende Verfahren (Ultraschall, Computertomografie), als auch nach der OperationEine Operation ist ein ein chirurgischer Eingriff. durch die feingewebliche Aufarbeitung des Tumors. Diese so genannte "TNM-Klassifikation" ist die Basis für die Stadieneinteilung des Tumors und damit entscheidend für die Wahl der optimalen Therapie.
Nachweis von Mutationen
Eine MutationEine Mutation ist eine Veränderung des Erbguts eines Lebewesens oder einer Zelle (durch Veränderungen innerhalb der Gen- oder Chromosomenstruktur, oft unter dem Einfluss von Mutage... ist eine zufällige Veränderung der DNA-Sequenz eines bestimmten Gens. Bei Darmkrebs treten unter anderem Mutationen am KRAS-GenGen wird auch Erbfaktor, Erbeinheit oder Erbanlage genannt. Ein Gen ist eine funktionelle Einheit, welche die genetische Information für ein Genprodukt (z. B. ein Enzym) enthä... auf. Dieses GenGen wird auch Erbfaktor, Erbeinheit oder Erbanlage genannt. Ein Gen ist eine funktionelle Einheit, welche die genetische Information für ein Genprodukt (z. B. ein Enzym) enthä... ist ein wesentlicher Teil der Signalkette, die das Zellwachstum auslöst: Empfängt das KRAS-Protein in der ZelleDie Zelle ist die kleinste Einheit jedes Organismus, bestehend aus Zytoplasma, Zellkern, Zentralkörperchen, Netzapparat und Zellwand. Signale des Wachstumsfaktor-Rezeptors EGFR[8] , gibt es diese Signale an den ZellkernAls Zellkern bezeichnet man ein im Zellplasma gelegenes, meist rundlich geformtes Organell der eukaryotischen Zelle. Der Zellkern enthält den größten Teil des genetische... weiter. Die ZelleDie Zelle ist die kleinste Einheit jedes Organismus, bestehend aus Zytoplasma, Zellkern, Zentralkörperchen, Netzapparat und Zellwand. wächst und teilt sich. Mutationen am KRAS-GenGen wird auch Erbfaktor, Erbeinheit oder Erbanlage genannt. Ein Gen ist eine funktionelle Einheit, welche die genetische Information für ein Genprodukt (z. B. ein Enzym) enthä... führen dazu, dass das KRAS-Protein ständig Wachstumssignale weiterleitet – auch ohne vorhergehende EGFR-Signale. Dies führt zum unkontrollierten Wachstum einer ZelleDie Zelle ist die kleinste Einheit jedes Organismus, bestehend aus Zytoplasma, Zellkern, Zentralkörperchen, Netzapparat und Zellwand..
KRAS-Mutationen geben Hinweis auf eine schlechtere Prognose. Für die Therapie spielen sie bisher nur im fortgeschrittenen Stadium von Darmkrebs eine Rolle – 40 % der Patienten mit metastasiertem Darmkrebs sind betroffen.
Um mögliche Mutationen nachzuweisen, wird meist eine DNA-Sequenzierung durchgeführt. Alternativen zur DNA-Sequenzierung sind z.B. eigens von Labors entwickelte Tests und die PCR[9].
Referenzen:
[1]WHO (2009): Cancer, Fact sheet N°297, www.who.int/mediacentre/factsheets/fs297/en/index.html
[2]American Cancer Society (2007): Global Cancer Facts & Figures, www.cancer.org/downloads/STT/Global_Facts_and_Figures_2007_rev2.pdf
[3]Statistik Austria (2010), www.statistik.at/web_de/statistiken/gesundheit/krebserkrankungen/dickdarm_enddarm/index.html, Stand: 18.10.2010
[4]Österreichische Krebshilfe: Darmkrebs, www.krebshilfe.net/information/vorsorge/frauen/darmkrebs.shtm#08 (last accessed: 28.4.2010)
[5]Österreichische Krebshilfe (2010): Darmkrebsvorsorge: Vermeiden statt Leiden, www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100302_OTS0060
[6]Rous C (2004): Dickdarm- und Mastdarmkrebs, http://www.netdoktor.at/krankheiten/fakta/dickdarm_mastdarmkrebs.htm
[7]Schölmerich J, Schmiegel W (2005): Leitfaden kolorektales KarzinomEin Karzinomist ein von den inneren und äußeren Oberflächen bedeckenden Zellen (Epithel) ausgehender bösartiger Tumor. Entsprechend der Herkunft und dem Differenzierungs... (2. Aufl.), Bremen: UNI-MED, S. 82f.
[8]EGFR = epidermal growth factor receptor bzw. epidermaler Wachstumsfaktorrezeptor
[9]Polymerase-Chain-Reaction bzw. Polymerase-Kettenreaktion, ermöglicht den Nachweis geringster Mengen Erbsubstanz
Chemotherapie
Strahlentherapie
Zielgerichtete Therapie
Nachsorge
In der Behandlung von DickdarmkrebsDickdarmkrebs ist eine Tumorerkrankung des Dickdarms. Man unterscheidet gutartige, wie z. B. Polypen, und bösartige Dickdarmtumore. - Vgl. Darmtumor, Kolonkarzinom unterscheidet man grundsätzlich zwischen der Möglichkeit zu heilen (kurative Therapie) und dem krankheitsmildernden Ansatz (palliative Therapie). Wann immer möglich, wird versucht, eine heilende Therapie durchzuführen. Selbst Absiedelungen des Tumors (Metastasen) können heutzutage in einer Reihe von Fällen unter heilenden Gesichtspunkten operiert werden. Auch eine unterstützende (adjuvante) ChemotherapieChemotherapie - Einsatz von Medikamenten, die Krankheitserreger und Tumorzellen durch eine Hemmung des Stoffwechsels möglichst selektiv schädigen. Im Rahmen der Krebsbehandlung unt... soll Heilung bewirken.
Wenn der Tumor bereits weit fortgeschritten ist und nicht mehr geheilt werden kann, sind die Ärzte bemüht, sein Wachstum aufzuhalten. In der Fachsprache nennt man dieses Vorgehen "palliativ“. Damit wird versucht, die Leiden des Patienten erträglicher zu machen und sein Leben zu verlängern.
Die Behandlungsoptionen variieren je nach dem Stadium der Krebserkrankung, der Größe und Position des Tumors im Kolon oder Rektum, der Metastasenbildung und dem allgemeinen Gesundheitszustand der Patienten.
OperationEine Operation ist ein ein chirurgischer Eingriff.
Die OperationEine Operation ist ein ein chirurgischer Eingriff. ist eine der wichtigsten Behandlungsmöglichkeiten bei Darmkrebs. Wenn der Tumor ganz entfernt werden kann und anschließend unter dem Mikroskop keine bösartigen Zellen entdeckt werden (sogenannte R0-Resektion), besteht eine komplette Heilungschance.
Auch Lungen- und Lebermetastasen können heutzutage in heilender Absicht operiert werden. Es gibt aber Einschränkungen:
- Die Metastasen sollten auf einen umschriebenen Bereich in der Leber oder der Lunge beschränkt sein.
- Es sollten nicht mehr als drei Metastasen vorliegen.
- Die Metastasen dürfen nicht zu nahe an wichtigen Gefäßen liegen.
- Der Patient muss einen so guten Allgemeinzustand haben, dass er die Anstrengung der OperationEine Operation ist ein ein chirurgischer Eingriff. gut überstehen wird.
Oft wird mit einer medikamentösen Therapie vorbehandelt (neoadjuvante ChemotherapieChemotherapie - Einsatz von Medikamenten, die Krankheitserreger und Tumorzellen durch eine Hemmung des Stoffwechsels möglichst selektiv schädigen. Im Rahmen der Krebsbehandlung unt...). Wenn die Geschwülste kleiner geworden sind, können manchmal auch Metastasen operiert werden, die zunächst inoperabel waren.
Wie wird operiert?
Allgemein wird versucht, den Tumor komplett (en-bloc) mit der zugehörigen Gefäß- und Lymphversorgung zu entfernen, bei Mastdarmtumoren wird auch das anhaftende Fettgewebe (Mesorektum) mitentfernt. Ein künstlicher Darmausgang (Stoma oder Anus präter) lässt sich dabei in den meisten Fällen vermeiden - er ist nur nötig, wenn der Tumor den Schließmuskel erfasst hat. Endoskopisch, das heißt, während der Darmspiegelung, werden nur kleine Tumore entfernt, von denen man sicher weiß, dass sie bestimmte Regionen der Darmwand noch nicht überschritten haben (T1 Situation) und auch das Lymphgefäßsystem noch nicht beteiligt ist (N0 Situation).
Auch fortgeschrittener Darmkrebs wird häufig operiert. Selbst wenn die Möglichkeit zu einer heilenden OperationEine Operation ist ein ein chirurgischer Eingriff. nicht mehr besteht, weil der Tumor nicht mehr komplett entfernt werden kann, wird dennoch in den meisten Fällen eine OperationEine Operation ist ein ein chirurgischer Eingriff. angestrebt. Sie soll eine Komplettverlegung des Darmes mit anschließendem Darmverschluss (Ileus) verhindern. Entweder wird eine Umgehung des Tumors geschaffen (Umgehungsanastomose) oder ein künstlicher Darmausgang (Anus praeter) angelegt. Engstellen im Darm durch den Tumor können manchmal auch ohne OperationEine Operation ist ein ein chirurgischer Eingriff. während einer Darmspiegelung behandelt werden - mittels Laser oder durch Einlage eines dehnbaren Metallgitterröhrchens (sogenannter Stent).
ChemotherapieChemotherapie - Einsatz von Medikamenten, die Krankheitserreger und Tumorzellen durch eine Hemmung des Stoffwechsels möglichst selektiv schädigen. Im Rahmen der Krebsbehandlung unt...
Durch die ChemotherapieChemotherapie - Einsatz von Medikamenten, die Krankheitserreger und Tumorzellen durch eine Hemmung des Stoffwechsels möglichst selektiv schädigen. Im Rahmen der Krebsbehandlung unt... sollen im Körper vorhandene Tumorzellen zerstört oder in ihrem Wachstum gehemmt werden. Chemotherapeutika oder ZytostatikaZytostatika - Arzneimittel, die das Zellwachstum, insbesondere die Zellteilung verhindern oder verzögern; Zytostatika wirken nur auf Zellen, die sich im Wachstum befinden, nicht auf sol... sind Zellgifte, die über Infusionen oder in Tablettenform verabreicht werden. Sie bremsen das Wachstum der Zellen, indem sie in die Zellteilung eingreifen und wirken daher speziell auf sich schnell teilende Zellen. Da bösartige Zellen sich besonders rasch vermehren, werden vor allem Tumorzellen durch die ChemotherapieChemotherapie - Einsatz von Medikamenten, die Krankheitserreger und Tumorzellen durch eine Hemmung des Stoffwechsels möglichst selektiv schädigen. Im Rahmen der Krebsbehandlung unt... blockiert. Allerdings wirken sich ZytostatikaZytostatika - Arzneimittel, die das Zellwachstum, insbesondere die Zellteilung verhindern oder verzögern; Zytostatika wirken nur auf Zellen, die sich im Wachstum befinden, nicht auf sol... auch auf gesunde Zellen aus, was zu Nebenwirkungen führen kann.
Grundlage der medikamentösen Therapie des Dickdarmkrebses ist seit den frühen sechziger Jahren das Medikament 5-Fluorouracil (5-FU). In der Regel ist es Bestandteil jeder Behandlung, da es das Wachstum der Tumorzellen deutlich verlangsamt und diese sogar abtöten kann. Die ChemotherapieChemotherapie - Einsatz von Medikamenten, die Krankheitserreger und Tumorzellen durch eine Hemmung des Stoffwechsels möglichst selektiv schädigen. Im Rahmen der Krebsbehandlung unt... mit 5-FU wurde bisher als Infusion verabreicht und ist nun seit einigen Jahren bei gleicher Wirksamkeit auch als Tablette erhältlich.
Mögliche Nebenwirkungen
Chemotherapien können leider auch unerwünschte Begleiterscheinungen mit sich bringen und für den Patienten belastend sein. Denn mit dieser Therapieform werden nicht nur Tumorzellen, sondern auch gesunde Zellen angegriffen.
Gesunde Zellen erholen sich aber meist rasch nach Absetzen der ChemotherapieChemotherapie - Einsatz von Medikamenten, die Krankheitserreger und Tumorzellen durch eine Hemmung des Stoffwechsels möglichst selektiv schädigen. Im Rahmen der Krebsbehandlung unt..., somit verschwinden auch viele der aufgetretenen Nebenwirkungen.
Nebenwirkungen können sehr individuell auftreten und wahrgenommen werden und sind von vielen Faktoren abhängig (Art der Therapie, Alter des Patienten, Vorerkrankungen etc.)Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Chemotherapien zählen Blutbildveränderungen., Haarausfall., Übelkeit und Erbrechen., Schleimhautentzündungen, Erschöpfung ("Fatigue"). Es können auch Spätschäden, die HerzDas Herz ist ein muskuläres Hohlorgan mit der Aufgabe, durch wechselnde Kontraktion (Systole) und Erschlaffung (Diastole) von Vorhöfen und Kammern den Blutstrom in den Gefä&sz..., Lunge, Niere und andere Organe betreffen, auftreten.Bei all den auftretenden Nebenwirkungen ist jedoch sicher festzuhalten, dass das Auftreten und die Schwere von Nebenwirkungen durch die Entwicklung von neuen Therapieformen schon wesentlich reduziert wurde.
StrahlentherapieStrahlentherapie ist im engeren Sinn die Anwendung von bestimmter Strahlung (ionisierender Strahlung) zur Behandlung bösartiger (selten auch gutartiger) Tumoren. Eine Strahlentherapie k...
Die Strahlen- bzw. Radiotherapie wird nur bei Mastdarmkrebs angewendet. Bei DickdarmkrebsDickdarmkrebs ist eine Tumorerkrankung des Dickdarms. Man unterscheidet gutartige, wie z. B. Polypen, und bösartige Dickdarmtumore. - Vgl. Darmtumor, Kolonkarzinom hat sie keinen zusätzlichen Erfolg. Durch die ionisierende Strahlung entstehen Schäden im Erbgut der bestrahlten Zellen. Krebszellen haben ein weniger gut funktionierendes Reparatursystem als normale, gesunde Zellen. Eine Krebszelle kann die Bestrahlungsschäden daher nicht schnell genug beheben und die ZelleDie Zelle ist die kleinste Einheit jedes Organismus, bestehend aus Zytoplasma, Zellkern, Zentralkörperchen, Netzapparat und Zellwand. stirbt ab. Wichtig ist dabei, dass der KrebsMedizinisch ist Krebs die allgemeine Bezeichnung für eine bösartige Neubildung (Tumor).Man unterscheidet hauptsächlich das Karzinom: bösartige Geschwulst aus Haut- und Sc... eine möglichst hohe Strahlendosis erhält und das umgebende gesunde Gewebe so wenig wie möglich geschädigt wird. Bei Mastdarmkrebs wird die Bestrahlung meist mit einer medikamentösen Therapie (ChemotherapieChemotherapie - Einsatz von Medikamenten, die Krankheitserreger und Tumorzellen durch eine Hemmung des Stoffwechsels möglichst selektiv schädigen. Im Rahmen der Krebsbehandlung unt...) verbunden.
Bestrahlung vor der OperationEine Operation ist ein ein chirurgischer Eingriff. (präoperativ)
Sie wird angewendet, wenn der Tumor
- schon sehr groß ist und tiefere Schichten der Mastdarmwand durchdrungen hat.
- sehr nahe am Darmausgang sitzt.
Der Tumor wird dadurch verkleinert und kann mit genügend Sicherheitsabstand zum gesunden Gewebe (vor allem zum Schließmuskel) entfernet werden. Die Stuhlkontrolle (Kontinenz) bleibt dabei in der Regel erhalten.
Bestrahlung nach der OperationEine Operation ist ein ein chirurgischer Eingriff. (postoperativ)
Postoperativ bestrahlt wird meist im Stadium II und III - also wenn tiefere Schichten der Darmwand vom KrebsMedizinisch ist Krebs die allgemeine Bezeichnung für eine bösartige Neubildung (Tumor).Man unterscheidet hauptsächlich das Karzinom: bösartige Geschwulst aus Haut- und Sc... befallen waren und/oder bereits in einigen Lymphknoten Tumorzellen gefunden wurden. Diese Bestrahlung erfolgt meist in Kombination mit ChemotherapieChemotherapie - Einsatz von Medikamenten, die Krankheitserreger und Tumorzellen durch eine Hemmung des Stoffwechsels möglichst selektiv schädigen. Im Rahmen der Krebsbehandlung unt.... Sie soll verhindern, dass Krebserkrankung wieder auftritt. Behandlungsform durchgeführt.
Mögliche Nebenwirkungen
Leider kann auch diese Form der Behandlung trotz genauester Planung und Durchführung unerwünschte Nebenwirkungen haben:
Eine StrahlentherapieStrahlentherapie ist im engeren Sinn die Anwendung von bestimmter Strahlung (ionisierender Strahlung) zur Behandlung bösartiger (selten auch gutartiger) Tumoren. Eine Strahlentherapie k... ist vor allem für die Haut in dem bestrahlten Bezirk sehr belastend. Es kann zu schmerzhaften Rötungen – ähnlich den Symptomen eines schweren Sonnenbrandes – zum Teil mit Blasenbildung und Haarausfall kommen.
Zielgerichtete Therapie
Zielgerichtete Therapien (engl. „targeted therapies") setzen direkt an den Krebszellen an. Die Wirkstoffe richten sich gegen Angriffspunkte (targets), die bevorzugt oder vermehrt in oder auf Krebszellen zu finden sind. D.h. sie wirken sich nicht wie z.B. Chemotherapien auf den gesamten Körper aus. Das Ziel dieser Therapien ist hohe Wirksamkeit bei wenig Nebenwirkungen.
Viele zielgerichtete Therapien werden heute in Verbindung mit einer ChemotherapieChemotherapie - Einsatz von Medikamenten, die Krankheitserreger und Tumorzellen durch eine Hemmung des Stoffwechsels möglichst selektiv schädigen. Im Rahmen der Krebsbehandlung unt... durchgeführt. Oft kommen sie nur für bestimmte Patienten infrage – für jene, deren Krebszellen passende Angriffspunkte bieten.
Für eine optimale Therapieentscheidung sind deshalb auch prädiktive BiomarkerBiomarker sind biologische Indikatoren, welche gemessen und verwendet werden können, um normale biologische und/oder Krankheitsprozesse oder Reaktionen auf Medikamente oder Therapien be... zu bestimmen. Diese biologischen Indikatoren können aufzeigen, welche Therapie für einen Patienten geeignet ist. Ein positiver prädiktiver Marker filtert eine Gruppe, die auf eine zielgerichtete Therapie anspricht (z.B. HER2 bei Brustkrebs). Ein negativer prädiktiver Marker schließt eine Gruppe aus, die sicher nicht von einer zielgerichteten Therapie profitiert (z.B. KRAS bei Darmkrebs). Der KRAS Status – mutiert oder Wildtyp – spielt für die Behandlung eine entscheidende Rolle: Patienten mit einem mutierten KRAS-GenGen wird auch Erbfaktor, Erbeinheit oder Erbanlage genannt. Ein Gen ist eine funktionelle Einheit, welche die genetische Information für ein Genprodukt (z. B. ein Enzym) enthä... sprechen nicht auf eine EGFR-Antikörpertherapie an. Denn trotz der Blockierung von EGFR durch Antikörper wird der ZellkernAls Zellkern bezeichnet man ein im Zellplasma gelegenes, meist rundlich geformtes Organell der eukaryotischen Zelle. Der Zellkern enthält den größten Teil des genetische... mit Wachstumssignalen überflutet (siehe Diagnose – Nachweis von Mutationen). Zur Zeit sind weitere mögliche prädiktive Marker (z.B. BRAF, PI3K,) im EGFR Signalweg in klinischer Prüfung zur Evaluierung.
Für zielgerichtete Therapien kommen häufig Antikörper zum Einsatz – so auch bei Darmkrebs.
Was ist ein Antikörper?
Der menschliche Organismus wehrt sich gegen körperfremde Stoffe wie z.B. VirenViren ist die Sammelbezeichnung für biologische Strukturen (in den bekannten Fällen meist Krankheitserreger) mit folgenden gemeinsamen Merkmalen: 1. enthalten als genetische Inform... oder entartete Körperzellen (Krebszellen) mit Hilfe seines Immunsystems. Dieses bildet bestimmte Zellen, B- und T-Zellen, die durch unterschiedliche Mechanismen Fremdes vernichten und so den Körper schützen. B- und T-Zellen erkennen auf der Oberfläche einer körperfremden oder veränderten ZelleDie Zelle ist die kleinste Einheit jedes Organismus, bestehend aus Zytoplasma, Zellkern, Zentralkörperchen, Netzapparat und Zellwand. charakteristische Eiweißstrukturen. T-Zellen können diese Zellen zum Teil selbst vernichten, B-Zellen bilden gegen diese spezifischen Eiweißstrukturen Antikörper aus, die an die Strukturen binden und der Eliminierung zuführen.
Anwendung der Antikörpertherapie bei Darmkrebs
Für die Therapie von Darmkrebs stehen verschiedene Antikörper zur Verfügung. Ein möglicher Ansatz ist die Hemmung der Angiogenese: Eine Tumorzelle benötigt wie jede ZelleDie Zelle ist die kleinste Einheit jedes Organismus, bestehend aus Zytoplasma, Zellkern, Zentralkörperchen, Netzapparat und Zellwand. Sauerstoff und Nährstoffe, um zu wachsen. Wenn der Tumor eine Größe von zwei Millimetern erreicht hat, muss er sich eine eigene Blutversorgung aufbauen, um sich weiter zu entwickeln und nicht zu "verhungern". Diesen Vorgang nennen Mediziner Tumor-Angiogenese und bezeichnen damit die Entstehung (Genese) von Tumorblutgefäßen (angio = Gefäß).

Tumorzellen benötigen ab einer bestimmten Größe (2mm) eine eigene Blutversorgung
Quelle: © Roche
Der Tumor erreicht dieses Ziel, indem er Botenstoffe freisetzt, die dem Körper signalisieren, dass neue Blutgefäße benötigt werden. Diese Botenstoffe heißen Gefäßwachstumsfaktoren und Wissenschaftler kürzen sie mit VEGF ab (englisch: Vascular Endothelial Growth Factor). Wenn die Blutgefäße die Wachstumsfaktoren empfangen, verzweigen sie sich und wachsen in die Richtung des Tumors.
Mittels VEGF regt der Tumor die Gefäßneubildung an
Quelle: © Roche
So kann der Tumor sich mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen und somit auch weiter wachsen und metastasieren.
Die Gefäßneubildung fördert das Tumorwachstum und erhöht das Risiko für Metastasen.
Quelle: © Roche

Quelle: © Roche
Ziel der Antikörpertherapie ist es, die Angiogenese zu hemmen: Der Antikörper bindet VEGF und hemmt den Wachstumsfaktor so. Dem Tumor fehlt damit die Locksubstanz, um Blutgefäße aus umliegendem Gewebe "anzulocken", er wird nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt und "verhungert".

VEGF wird blockiert
Quelle: © Roche
Aktuelle Studien zeigen, dass die Hemmung der Angiogenese sowohl bei mutiertem als auch nicht mutiertem ("Wildtyp") Zustand von KRAS möglich ist.
Mögliche Nebenwirkungen
Wie alle Medikamente können auch zielgerichtete Therapien unerwünschte Wirkungen haben. Speziell bei der zielgerichteten Therapie mit Antikörpern können u.a. folgende Nebenwirkungen auftreten: Fieber, Schüttelfrost, Hautauschlag und Infektionsneigung.
Nachsorge
Die regelmäßige Tumornachsorge bei Dickdarm- und Mastdarmkrebs ist sehr wichtig. Das hat verschiedene Gründe:
- Man kann einen erneuten Darmkrebs (Rezidiv oder Zweittumor) frühzeitig erkennen und behandeln.
- Man kann Tumorabsiedelungen (Metastasen) frühzeitig erkennen und behandeln.
- Man kann erkennen, wie wirksam die ChemotherapieChemotherapie - Einsatz von Medikamenten, die Krankheitserreger und Tumorzellen durch eine Hemmung des Stoffwechsels möglichst selektiv schädigen. Im Rahmen der Krebsbehandlung unt.../Bestrahlung ist.
- Man kann gegebenenfalls die Behandlung umstellen.
Die Nachsorge ist vor allem in den ersten fünf Jahren nach Erstdiagnose wichtig, denn vor allem in diesem Zeitraum besteht die Gefahr des Wiederauftretens. Zur Nachsorge gehören Befragung (Anamnese), körperlicher Untersuchungsbefund, Ultraschalluntersuchung und Lungenröngten. Außerdem wird Blut abgenommen. Hier werden die TumormarkerTumormarker ist die Substanz, die entweder von der Tumorzelle selbst produziert oder deren Produktion durch das maligne Wachstum angeregt wird und deren Konzentration in Körperflüs... im Blut bestimmt, die insbesondere einen erneuten Tumor frühzeitig anzeigen sollen oder den Verlauf der Erkrankung widerspiegeln. Dickdarmspiegelungen sollten darüber hinaus in regelmäßigen Abständen erfolgen. Nach dem individuellen Beschwerdebild und den Befunden wird der Arzt gegebenenfalls noch weitere Zusatzuntersuchungen veranlassen.
Broschüren
Links zum Thema
Anlaufstellen bei sozialen/ finanziellen Problemen
Patientenbroschüren zum Download:
Broschüre der Österreichischen Krebshilfe zu Darmkrebs
(© Österreichische Krebshilfe, 2010) (pdf - 1,2 MB)
Broschüre der Österreichischen Krebshilfe zu Darmkrebsvorsorge
( © Österreichische Krebshilfe, 2011) (pdf - 7 MB)
100 Antworten auf Ihre Fragen zum Thema Darmkrebs
(© Wiener Krebshilfe, 2003) (pdf)
Linkliste
Selbsthilfegruppe Darmkrebs
www.derdickdarm.org
Anlaufstellen bei sozialen/ finanziellen Problemen:
1) KREBSHILFE:
www.krebshilfe.at
www.krebshilfe-wien.at/Krebs-und-Beruf
Rufen Sie an und vereinbaren Sie mit den Beraterinnen von "KrebsMedizinisch ist Krebs die allgemeine Bezeichnung für eine bösartige Neubildung (Tumor).Man unterscheidet hauptsächlich das Karzinom: bösartige Geschwulst aus Haut- und Sc... und Beruf" ein Beratungsgespräch : 01/402 19 22 DW 14 oder DW 15
Projektbegleitend hat die Wiener Krebshilfe den Ratgeber "100 Antworten auf Ihre Fragen zum Thema KrebsMedizinisch ist Krebs die allgemeine Bezeichnung für eine bösartige Neubildung (Tumor).Man unterscheidet hauptsächlich das Karzinom: bösartige Geschwulst aus Haut- und Sc... und Beruf" herausgebracht.
Die Beratung im Rahmen des Projekts "KrebsMedizinisch ist Krebs die allgemeine Bezeichnung für eine bösartige Neubildung (Tumor).Man unterscheidet hauptsächlich das Karzinom: bösartige Geschwulst aus Haut- und Sc... und Beruf" erfolgt telefonisch oder persönlich nach telefonischer Vereinbarung. Information und Beratung sind kostenlos. Vereinbaren Sie einen Termin für ein Beratungsgespräch zu arbeitsrechtlichen Fragen unter: 01/402 19 22 oder 0800 699 900 oder schicken Sie ein E-Mail.
2) ARBEITERKAMMER:
www.arbeiterkammer.at
3) SOZIALVERSICHERUNGSTRÄGER
www.sozialversicherung.at
Link zu allen Sozialversicherungsträgern und Kontakttelefonnummer, Informationen zum Pflegegeld
4) ARBEITSMARKTSERVICE
Arbeitsmarktservice, es gibt Stellenangebote, Kontakte zu den Bundesländern
www.ams.or.at/neu/
5)„SOZIALÄMTER“ und allgemeine Informationen zur finanziellen und sozialen Hilfe
ÖSTERREICHWEIT:
0800/201611: Sozialservicestelle (Nulltarif) Sozialtelefon – Bürgerservice des Sozialministeriums, Anlaufstelle für alle sozialen Fragen in Österreich. Das SozialTelefon bietet Information und Beratung zu Fragen im Zusammenhang mit einer Behinderung und im Einzelfall auch Information und Beratung für Personen in anderen schwierigen Lebenssituationen.
www.sozialinfo.at Link zu allen Bundesländern
www.bmsk.gv.at Homepage des Bundesministeriums für Soziales und Konsumentenschutz
www.soziales-leben-oesterreich.at/sozialhilfe.html Link zu Burgenland und Kärnten
www.help.gv.at österreichweiter Amtshelfer
Salzburg:
www.salzburg.gv.at
Tirol:
www.sozialhilfetirol.at/sites/sozialaemter.html
Wien:
www.wien.gv.at
sozialinfo.wien.gv.at
frauenratgeberin.wien.gv.at
www.fsw.at
Pflegegeld nach dem Wiener Pflegegeldgesetz (WPGG)
Zuständige Behörde für Landespflegegeldanträge:
Magistratsabteilung 15 - Gesundheitswesen und Soziales
Referat V/3 - Pflegegeld
15., Camillo-Sitte-Gasse 6-8, 2. Stock, Tür 6
Erreichbarkeit
Telefon ( 43 1) 531 14-8585
Telefonische Auskünfte: Montag bis Freitag von 7.30 bis 15.30 Uhr
Fax ( 43 1) 531 14-99-85281
E-Mail: pflegegeld@m15.magwien.gv.at
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr,
Donnerstag von 13 bis 15 Uhr
Burgenland:
www.burgenland.gv.at/gesundheit-soziales
Kärnten:
www.ktn.gv.at
Niederösterreich:
www.st-poelten.gv.at
Oberösterreich:
www.land-oberoesterreich.gv.at
Steiermark:
www.soziales.steiermark.at
Vorarlberg:
www.vlr.gv.at/vorarlberg/
Soziale Aspekte:
Roche Austria hilft via "Roche Lebens Hilfe"
Die Diagnose KrebsMedizinisch ist Krebs die allgemeine Bezeichnung für eine bösartige Neubildung (Tumor).Man unterscheidet hauptsächlich das Karzinom: bösartige Geschwulst aus Haut- und Sc... verändert das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen von Grund auf, nichts bleibt wie es war. Moderne, zielgerichtete Krebstherapien ermöglichen immer mehr Patienten einen stabil-guten körperlichen Zustand und damit auch den Verbleib im Arbeitsprozess bzw. den Wiedereinstieg in den Beruf nach überstandener Erkrankung. Dennoch sind Krebspatienten – so die traurige Erfahrung – auf ihrem Weg zurück zu einem „normalen Leben“ oft mit großen Schwierigkeiten konfrontiert. Zumeist haben sie aufgrund Ihrer Erkrankung ihren Job verloren, können nicht mehr an ihren alten Arbeitsplatz zurückkehren, haben daher finanzielle Schwierigkeiten oder akute Kreditprobleme.
Diese Menschen möchte Roche Austria bei Ihrem Wiedereinstieg ins Leben unterstützen. Aus diesem Grund haben wir – gemeinsam mit der Österreichischem Krebshilfe – die Initiative "Roche Lebens Hilfe" gegründet. Ziel des Projektes ist es, Betroffenen und Angehörigen unbürokratische und schnell finanzielle Hilfe anzubieten.
Patienten und/oder Ihre Angehörigen können einen Antrag um Unterstützung bei der Österreichischen Krebshilfe einreichen. Wichtig ist auch hier eine intensive Beratung durch die Experten der Krebshilfe vorab. Jeder Einzelfall wird dann von einem unabhängigen Komitee in Absprache mit dem behandelnden Arzt objektiv bewertet. Ein unabhängiges Gremium der Österreichischen Krebshilfe prüft alle Fälle eingehend und entscheidet im Anlassfall über die Höhe der notwendigen Unterstützung.
Letzte Aktualisierung: März 2011
