skip to the content

Häufige Fragen

Fragen & Antworten


Häufige Fragen, schnell beantwortet: Glossar und FAQ

Bei weiteren Fragen steht Ihnen unsere CoaguChek Hotline zur Verfügung:

Telefon 01/277 87 - 455

Montag bis Donnerstag: 8:00 bis 17:00 Uhr
Freitag:                        8:00 bis 14:00 Uhr


Fragen:


Antworten:

 Was sind die Vorteile der Patienten-Selbstkontrolle?

Ähnlich wie die Selbstkontrolle des Blutzuckerwertes beim Diabetes können Patienten ihren Gerinnungswert selbst messen - zu Hause, unterwegs und auf Reisen. Diese laborunabhängige Kontrolle erlaubt dem Patienten eine flexible Anpassung der Dosis an die jeweilige Situation, z. B. bei Infekten oder der Einnahme neuverordneter Medikamente. Studien mit speziell geschulten Patienten, die ihre Gerinnung selbst überprüfen, belegen, dass deren Messwerte mit 80 bis 90% deutlich häufiger im therapeutischen Bereich liegen; üblich sind 50 bis 60%. Die Stabilisierung der Antikoagulation ist für den Patienten von großer Bedeutung, weil dadurch das Risiko für die Entstehung einer Thromboembolie oder einer Blutung gemindert wird.

zum Seitenanfang

Wer kann die Selbstkontrolle durchführen?

Jeder Patient mit einer normalen Auffassungsgabe und Geschicklichkeit kann in einer entsprechenden Schulung durch einen Arzt die Selbstkontrolle mit einem Gerinnungsmonitor erlernen - auch ohne besondere Vorkenntnisse.

zum Seitenanfang

Welche Patienten sollten ihre Blutgerinnung kontrollieren?

Patienten, die auf eine Dauertherapie mit Gerinnungshemmern angewiesen sind, profitieren besonders von der Selbstkontrolle der Gerinnung. Dazu gehören Patienten mit
- einer künstlichen Herzklappe
- Herzerkrankungen mit einem erhöhten Embolierisiko
- Beinvenenthrombosen und Lungenembolien (Thrombophilie).

zum Seitenanfang

Welches Gerät empfiehlt sich zur Selbstkontrolle für Patienten?

Für die Patienten-Selbstkontrolle ist CoaguChek® XS von Roche Diagnostics besonders geeignet. Dieser Gerinnungsmonitor ist handlich und leicht zu bedienen. Es genügt dabei, zur Messung einen Tropfen Kapillarblut aus der Fingerkuppe auf den dafür vorgesehenen Teststreifen aufzubringen: Nach ca. 1 Minute liegt das Messergebnis vor.

zum Seitenanfang

Wie funktioniert das Gerät?

Die Funktion des Gerätes wird in einer anschaulichen Animation erklärt (Bitte auf "Animation" klicken!)

zum Seitenanfang

Muss das Gerät mit Batterien betrieben werden?

Ja, das CoaguChek® XS kann nur mit 4 handelsüblichen AAA Batterien betrieben werden. Bei Batterientausch ist darauf zu achten, dass innerhalb 1 Minute die neuen Batterien eingesetzt sind, sonst kann es zu einem Verlust der eingestellten Daten (Datum und Uhrzeit) kommen.

zum Seitenanfang

Wie bekommt man einen Gerinnungsmonitor?

Zunächst einmal sollte in einem Gespräch mit dem behandelnden Arzt geklärt werden, ob der Patient für die Methode in Betracht kommt. Hierüber sollte der Arzt eine entsprechende Verordnung für die jeweilige Krankenkasse ausstellen. Der Patient wendet sich an ein Schulungszentrum und meldet sich für einen Patientenschulungskurs an. Über die erfolgreiche Durchführung des Schulungskurses wird ein Zertifikat ausgestellt. Nur mit diesem kann bei der Krankenkasse ein Gerinnungsmonitor bestellt und die Kostenübernahme beantragt werden.
Falls die Krankenkasse CoaguChek® XS Gerät, CoaguChek® XS Teststreifen sowie Lanzetten nicht vergütet erhalten Sie diese in jeder Apotheke oder im Sanitätsfachhandel.

zum Seitenanfang

Ist eine Schulung unbedingt notwendig?

In einer Schulung werden die wesentlichen Zusammenhänge zwischen Blutgerinnung, Störungen infolge von Erkrankungen sowie ihrer Therapie mit dem Gerinnungshemmer vermittelt. Nicht nur die Kenntnis dieser Dinge ist für eine verantwortungsvolle Selbstkontrolle unerläßlich, auch das Messen mit dem Gerinnungsmonitor muss praktisch geübt werden. Ein entsprechendes Zertifikat ist auch die Voraussetzung für die Kostenübernahme von CoaguChek® XS durch die gesetzlichen Krankenkassen.

zum Seitenanfang

Wo befinden sich in Österreich Schulungsstellen?

Schulungsstellen befinden sich praktisch in allen Bundesländern verteilt - meist in Krankenhäusern. Ein Link zu einer aktuelle Liste der Schulungsstellen finden sie auf unserer Übersichtsseite "Praktische Selbstkontrolle"

zum Seitenanfang

Wann übernimmt die Krankenkasse die Kosten des Gerätes?

Bei den gesetzlichen Krankenkassen gilt derzeit folgende Regelung: Voraussetzung sind
- eine ärztliche Bescheinigung über die Notwendigkeit der langfristigen Gerinnungshemmung, sowie die Verordnung von Gerät, Teststreifen und Zubehör
- ein Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme an einer Patientenschulung.
- ACHTUNG: nicht alle Krankenkassen vergüten den Gerinnungsmonitor CoaguChek® XS

zum Seitenanfang

Welche Krankenkassen vergüten?

Folgende Krankenkassen vergüten CoaguChek® XS und den Nachfolgebedarf an Reagenzien bei Verordnung. Selbstbehalte sind in den meisten Fällen zu bezahlen. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse nach der Höhe Ihres Selbstbehaltes.

- Oberösterreichische Gebietskrankenkasse
- Niederösterreichische Gebietskrankenkasse
- Salzburger Gebietskrankenkasse
- Steiermärkische Gebietskrankenkasse
- Tiroler Gebietskrankenkasse
- Vorarlberger Gebietskrankenkasse
- BVA der öffentlichen Bediensteten
- VA des österreichischen Bergbaus, VA der österreichischen Eisenbahner
- BKK Kapfenberg, BKK Austria Tabakwerke, BKK Voest-Alpine
- SVA der Bauern, SVA der Gewerblichen Wirtschaft
- KFA der Stadt Graz
- KFA der Bediensteten der Stadt Wien (teilweise)

zum Seitenanfang

Wie oft muss ich meine Gerinnungswerte messen?

Messen Sie Ihren INR-Wert 1 x pro Woche. Bei Unregelmäßigkeiten sollten Sie 2 x pro Woche messen, um Ihre Dosis evtl. Anpassen zu können. Eine Messung macht erst 3 Tage nach Dosisänderung Sinn aufgrund der langen Halbwertzeit von Marcoumar.

zum Seitenanfang

Wann ist eine Qualitätskontrolle durchzuführen?

Beim neuen CoaguChek® XS wird während jeder Messung das Gerät und der Streifen einer vollständigen Qualitätskontrolle unterzogen. Dadurch ist für Sie als Patient eine zusätzliche Qualitätskontrolle mit Kontroll-Lösungen nicht notwendig.

zum Seitenanfang

Wie oft muss das Gerät gereinigt werden?

Reinigen Sie Ihren CoaguChek® XS wenn Sie eine neue Teststreifenpackung beginnen sowie wenn es zu Verunreinigungen gekommen ist. Verwenden Sie dazu fusselfreie Tupfer sowie alkoholfreies Reinigungsmittel (siehe CoaguChek Bedienungsanleitung).

zum Seitenanfang

Wie oft muss ich zu meinem Hausarzt zur Kontrolle?

Suchen Sie Ihren Hausarzt ca. alle 3 Monate auf. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt Ihre Antikoagulantientherapie und machen Sie halbjährlich bei Ihren Besuchen Vergleichsmessungen, um die Qualität Ihrer Therapie und des Gerätes sicher zu stellen. Werte sollten immer mit Werten eines CoaguChek-Systems verglichen werden.

zum Seitenanfang

Welche Ärzte übernehmen die Betreuung von Gerinnungs-Selbstkontrolle Patienten?

Eine aktuelle Liste von Ärzten, die spezielle Betreuung für Patienten mit Gerinnungs Selbstkontrolle anbieten, finden Sie auf unserer Übersichtsseit "Praktische Selbstkontrolle".

zum Seitenanfang

Was benötige ich für die Gerinnungs-Selbstkontrolle?

  • CoaguChek® XS Erstausstattung inkl. Gerät, Tragetasche Stechhilfe & 20 Lanzetten
  • CoaguChek® XS PT Teststreifen Packung zu 24 Stück oder 48 Stück
  • CoaguChek® Softclix Lanzetten zu 50 Stück
  • Optional: CoaguChek® Kapillaren zu 100 Stück inkl. 10 Pipettierhilfen

zum Seitenanfang

Wie erfolgt die Lagerung der Teststreifen (Haltbarkeit)?

Die XS-Teststreifen sind im bei Raumtemperatur (max. 2 – 30 °C) bis zum auf der Packung aufgedruckten Datum durchschnittlich 12 – 18 Monate haltbar.

zum Seitenanfang

Warum unterscheiden sich die Messergebnisse von CoaguChek mit denen vom Labor?

Unabhängig von der benutzten Testsubstanz erlaubt die INR am ehesten einen Vergleich der Gerinnungswerte. Mögliche Abweichungen erklären sich u.a. dadurch, dass verschiedenen Testsubstanzen unterschiedliche Empfindlichkeit gegenüber den Gerinnungsfaktoren aufweisen, sowie dass unterschiedliche Messgeräte eingesetzt werden und es zu Schwankungen bei der Kalibrierung der Geräte kommen kann. Eine absolute Vergleichbarkeit von Gerinnungswerten, die mit unterschiedlichen Methoden ermittelt wurden, ist auch mit der INR nicht möglich. Die INR erlaubt jedoch einen weitgehenden Vergleich der Gerinnungswerte und ist damit die beste Lösung.

Als Faustregel gilt: Je höher der INR-Wert, desto größer die mögliche Abweichung: INR < 2,5 mögliche Abweichungen 0,1-0,3
INR 2,5 bis 4,5 mögliche Abweichungen 0,5-1,0
INR > 4,5 mögliche Abweichungen 1,0-2,0
(Quelle: Schmitz et al., 1995)

Ergänzend möchten wir Ihnen noch einige Hinweise zur Abklärung diskrepanter INR-Ergebnisse zwischen CoaguChek und Labor geben:

  • Vermeiden Sie bei der Bestimmung mögliche Fehlerquellen:

-Nehmen Sie an der gleichen Einstichstelle nicht mehrmals Blut ab.
-Quetschen Sie das Blut nicht aus der punktierten Einstichstelle heraus.
-Stechen Sie erst in den Finger, wenn Sie den gewonnenen Blutstropfen auch sofort (innerhalb von 15 sec) auftragen können. Vergleichen Sie nie Einzelwerte. Zur Bewertung der Abweichungen sind unbedingt mehrere Messwertangaben (mindestens drei unabhängige Wiederholungen) notwendig.

  • Die geeignetste Labor- und Vergleichsmethode zu CoaguChek S ist die Hepato-Quick Laborbestimmung.
  • Alkohol-/Seifenreste auf der Haut können falsch positive Werte hervorrufen.
  • Messwertunterschiede bei Hämatokritwerten unter 32 % bzw. über 52 %.
  • Lupus Antikörper in der Blutprobe (evtl. durch Analysen abklären) können in einem Zusammenhang mit positivem INR-Werteversatz stehen.
  • Eine mögliche Beeinflussung der INR-Werte durch zusätzlich eingenommene Medikamente ist in Betracht zu ziehen.
 

Letztendlich sollte die Frage nach dem INR Zielbereich in enger Abstimmung mit dem behandelnden Arzt, dem die individuelle Anamnese vorliegt, festgelegt werden.

zum Seitenanfang