Blutarmut
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Was ist eine tumorinduzierte Anämie (Blutarmut)?
Unter der tumorinduzierten Anämie versteht man eine Blutarmut, die durch Tumorerkrankungen hervorgerufen wird. Eine Blutarmut zeichnet sich durch einen reduzierten Hämatokritwert (Anteil der Zellen am gesamten Blutvolumen) und/oder einen reduzierten Hämoglobinwert (Menge des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin bzw. Menge an roten Blutkörperchen (Erythrozyten) aus.
Die roten Blutkörperchen sind für den Sauerstofftransport im Körper von der Lunge zu den Organen und Geweben verantwortlich und sichern so eine ausreichende Sauerstoffversorgung der Körperzellen. Eine Reduktion des Hämoglobins bzw. der Erythrozyten führt zu einem verminderten Sauerstofftransport, einer Unterversorgung der Organe mit Sauerstoff und einer damit einhergehenden Ermüdung und Kurzatmigkeit des Patienten
Wie kommt es zur Blutarmut?
Dies weiß man leider nicht genau. Oft findet sich jedenfalls keine andere Erklärung als die der Tumorerkrankung selbst. Allerdings gibt es charakteristische Merkmale, die auch bei anderen Anämieformen chronischer Erkrankungen gefunden werden:
Verminderte Eisenverwertung
Reduzierte Empfindlichkeit des blutbildenden Systems auf das hierfür wichtigste Hormon, das Erythropoietin.
Relativer Erythropoietinmangel
Verkürzte Lebensdauer der roten Blutkörperchen (Erythrozyten).
Diese Störungen laufen allerdings auf so verschiedenen Ebenen ab, dass sie von der Forschung nur schwer auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen sind. Es ist derzeit weitgehend ungeklärt, auf welche Weise die chronische Tumoranämie im Rahmen einer bösartigen Erkrankung ausgelöst und aufrechterhalten wird. Im Augenblick ist es deshalb sinnvoll, lediglich von möglichen Gründen zu sprechen, die zu einer Tumoranämie beitragen können.
Diese Faktoren sind im einzelnen:
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Die autoimmunbedingte Hämolyse (die Zellen, die normalerweise für den Abbau alter Erythrozyten verantwortlich sind, zerstören intakte rote Blutkörperchen - wohl aufgrund eines allgemein aktivierten Immunsystems - und das herausgelöste Eisen wird nicht im üblichen Maße wiederverwendet).
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Verborgene Blutungen, meist im Magen-Darmtrakt.
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Die Störung der normalen Blutbildung durch die Ausbreitung von Tumorzellen bis ins Knochenmark.
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Die verminderte Nierenfunktion - die Nieren sind der Hauptbildungsort des Erythropoietins.
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Die Auswirkungen einer Chemotherapie, z.B. mit platinhaltigen Zytostatika.
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Ein Folsäure- und/oderVitamin B12-Mangel - beide Vitamine sind unerlässlich für die Blutbildung.
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Eisenmangel: Hierbei kommt der unkontrollierten Aktivierung des Immunsystems - nach heutigem Kenntnisstand - wohl die größte Bedeutung zu.
Die Häufigkeit einer tumorbedingten Anämie beträgt in Abhängigkeit von der zugrunde liegenden Tumorerkrankung, dem Krankheitsstadium und der Krankheitsdauer bis zu 60 %. Besonders häufig sind Patienten und Patientinnen mit einem Plasmozytom, bestimmten Formen des Gebärmutterkrebses, Lungenkrebs, Hodenkrebs und Non-Hodgkin-Lymphom betroffen. Aber auch insgesamt betrachtet stellt die Tumoranämie eine Begleiterkrankung bei Tumoren dar, die in ihrer Tragweite, einschließlich der beeinträchtigten Lebensqualität der Patienten, oft nicht entsprechend gewürdigt wird.
Es ist derzeit ungeklärt, auf welche Weise die Tumoranämie ausgelöst und aufrechterhalten wird.
Merkmale einer Anämie sind eine verminderte Eisenverwertung, eine reduzierte Empfindlichkeit des blutbildenden Systems auf Erythropoietin, ein Erythropoietinmangel und eine verkürzte Lebensdauer der roten Blutkörperchen.
Mögliche Faktoren für eine Anämie sind eine autoimmunbedingte Hämolyse, verborgene Blutungen, Störungen der normalen Blutbildung durch Tumorerkrankungen, verminderte Nierenfunktion, Folgen einer Chemotherapie, ein Mangel an Folsäure, Vitamin B12 oder Eisen.
Wie äußert sich eine Tumoranämie? Was sind die Folgen einer Nicht-Behandlung einer Anämie? Was ist „Fatigue“?
Die Auswirkungen einer Anämie auf die Funktion verschiedener Organe sowie die körperliche Leistungsfähigkeit und das psychische Befinden von Tumorpatienten sind vielzählig und oft schwerwiegender als es sich in der Nachdrücklichkeit einer notwendigen Behandlung niederschlägt. Hinzu kommt, dass Tumorerkrankungen meistens im höheren Lebensalter auftreten, in dem häufig zusätzliche Erkrankungen die Patienten belasten. Hier ist besonders die Einschränkung des Herz-Kreislauf-Systems zu nennen. Aus diesem Grund führen oft schon gering-gradige bis mäßige Anämien, die von Jüngeren symptomlos toleriert werden, bei älteren Tumorpatienten zu ausgeprägten klinischen Beschwerden und Einschränkungen.
Meist sind gleichzeitig mehrere der folgenden Organe betroffen:

Für die meisten Patienten steht unabhängig von Beschwerden einzelner Organe die verminderte körperliche Leistungsfähigkeit im Vordergrund. Diese kann durch die Chemotherapie und das Fortschreiten der zugrunde liegenden Erkrankung ggf. noch weiter verstärkt werden. Nicht selten kommt es dann im Gefolge der Anämie zur weitgehenden Unfähigkeit, alltägliche Dinge zu verrichten. Die Anämie bei Tumorpatienten ist häufig Ursache für die sogenannte Tumorerschöpfung (Fatigue). Diese äußert sich durch außerordentliche Müdigkeit, mangelnde Energiereserven oder ein massiv erhöhtes Ruhebedürfnis, das absolut unverhältnismäßig zu vorangegangenen Aktivitäten ist. Eine Tumoranämie ist also für den Betroffenen eine schwere Belastung
Eine Anämie wirkt sich vor allem bei älteren Patienten sehr stark auf die körperliche Leistungsfähigkeit, die Funktion verschiedener Organe und das psychische Befinden aus.
Meist sind mehrere Organsysteme betroffen.
Diagnostik & Früherkennung
Die verminderte Sauerstoffversorgung beeinflusst viele verschiedene Körperfunktionen. Anzeichen für eine Anämie können sein:
- Schwäche, leichte Ermüdbarkeit
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- Ohrensausen
- Augenflimmern
- Benommenheit
- Kurzatmigkeit, Atemnot
- Herzklopfen, schneller Herzschlag
- Reizbarkeit, depressive Stimmung
- Kälteempfindung
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Was kann mein Arzt gegen die Erkrankung tun?
Durch die Gabe von Erythrozytenkonzentrat in Form einer Bluttransfusion kann Ihnen ein Arzt helfen. Der Vorteil von Bluttransfusionen ist, dass insbesondere schwere Anämien rasch behandelt werden können. Leider hält dieser Effekt aber nur relativ kurze Zeit an, da Erythrozyten nur eine relativ kurze Lebenszeit haben. Transfusionen sind jedoch nicht ohne Risiko. Es können verschiedene Infektionen übertragen, die körpereigene Abwehr kann geschwächt, die köpereigene Erythropoietinbildung gehemmt werden. Allergische Reaktionen können auftreten. Eine wirkungsvolle und verträgliche Alternative dazu ist die Verabreichung einer Erythropoese stimulierende Substanz, einem blutbildenden Hormon. Es regt die körpereigene Bildung von roten Blutkörperchen an und ist sehr gut verträglich. Da die Erythrozytenzahl bereits nach 2 – 4 Wochen deutlich ansteigt, fühlen die PatientInnen eine deutliche und vor allem rasche Besserung der Anämiesymptome. Durch die Steigerung des Gehaltes an roten Blutkörperchen im Blut (Hb-Wert) wird wieder mehr Sauerstoff im Körper transportiert.
Broschüre
Weiterführende Links zum Thema
Allgemeine Informationen zur finanziellen und sozialen Hilfe österreichweit
Broschüre
Die Broschüre „100 Fragen zum Thema Blutkrebs“ (© Österreichische Krebshilfe) können Sie unter dem folgenden Link herunterladen.
Broschüre herunterladen: „100 Fragen zum Thema Blutkrebs“
Hier finden Sie weiterführende Links zum Thema:
Internetadressen zum Thema Fatigue/Anämie (teilweise in englischer Sprache):
www.deutsche-fatigue-gesellschaft.de
www.cancerfatigue.org
www.meb.uni-bonn.de/cancer.gov/CDR0000062811.html
Anlaufstellen bei sozialen/ finanziellen Problemen:
KREBSHILFE:
www.krebshilfe.at
www.krebshilfe-wien.at/Krebs-und-Beruf
Rufen Sie an und vereinbaren Sie mit den Beraterinnen von "Krebs und Beruf" ein Beratungsgespräch : 01/402 19 22 DW 14 oder DW 15
Projektbegleitend hat die Wiener Krebshilfe den Ratgeber „100 Antworten auf Ihre Fragen zum Thema Krebs und Beruf“ herausgebracht.
Die Beratung im Rahmen des Projekts „Krebs und Beruf“ erfolgt telefonisch oder persönlich nach telefonischer Vereinbarung. Information und Beratung sind kostenlos.
Vereinbaren Sie einen Termin für ein Beratungsgespräch zu arbeitsrechtlichen Fragen unter:
01/402 19 22 oder 0800 699 900 oder schicken Sie uns ein e-mail!
www.sozialversicherung.at
Dort Link zu allen Sozialverischerungsträgern und Kontakttelefonnummer, Informationen zum Pflegegeld
Arbeitsmarktservice, es gibt Stellenangebote Kontakte zu den Bundesländern
www.ams.or.at/neu/
"SOZIALÄMTER“ und allgemeine Informationen zur finanziellen und sozialen Hilfe
ÖSTERREICHWEIT:
0800/201611: Sozialservicestelle (Nulltarif) Sozialtelefon – Bürgerservice des Sozialministeriums, Anlaufstelle für alle sozialen Fragen in Österreich. Das SozialTelefon bietet Information und Beratung zu Fragen im Zusammenhang mit einer Behinderung und im Einzelfall auch Information und Beratung für Personen in anderen schwierigen Lebenssituationen.
www.sozialinfo.at hier Links zu allen Bundesländern!!!
www.bmsk.gv.at Homepage des Bundesministeriums für Soziales und Konsumentenschutz
www.soziales-leben-oesterreich.at/sozialhilfe.html Link nur zu Burgenland und Kärnten
www.help.gv.at österreichweiter Amtshelfer
Salzburg:
www.salzburg.gv.at/lebensunterhalt_sozialaemter.htm
Tirol:
www.sozialhilfetirol.at/sites/sozialaemter.html
Wien:
www.wien.gv.at
sozialinfo.wien.gv.at
frauenratgeberin.wien.gv.at
www.fsw.at
Pflegegeld nach dem Wiener Pflegegeldgesetz (WPGG)
Zuständige Behörde für Landespflegegeldanträge:
Magistratsabteilung 15 - Gesundheitswesen und Soziales
Referat V/3 - Pflegegeld
15., Camillo-Sitte-Gasse 6-8, 2. Stock, Tür 6
Erreichbarkeit
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Telefonische Auskünfte: Montag bis Freitag von 7.30 bis 15.30 Uhr
Fax ( 43 1) 531 14-99-85281
E-Mail: pflegegeld@m15.magwien.gv.at
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr,
Donnerstag von 13 bis 15 Uhr
Burgenland:
www.burgenland.gv.at/gesundheit-soziales
Kärnten:
www.ktn.gv.at
Niederösterreich:
www.st-poelten.gv.at
Oberösterreich:
www.land-oberoesterreich.gv.at
Steiermark:
www.soziales.steiermark.at
Vorarlberg:
www.vlr.gv.at/vorarlberg/
