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WISSENschafft: österreichische Forschungsvielfalt und Innovationskraft im Fokus beim 1. Roche Science Talk

Von Mag. phil. David Zalud | September 2016 

Der Roche Science Talk feierte seine Premiere am 8. September 2016 im Rahmen der barocken Suiten im
MuseumsQuartier in Wien. Unter dem Motto „Was Wissen schafft“ wurden Präsentationen und Diskussionen zu österreichischen Forschungsprojekten aus den Gebieten Immuno-Onkologie, Neurologie, Dermatologie, Gynäkologie, Hämatologie, Pulmologie und Rheumatologie abgehalten. Diese Projekte werden maßgeblich von Roche unterstützt und gefördert. Den Höhepunkt markierte die erstmalige Verleihung der Roche Science Awards: Die Jury prämierte die Einreichungen von Prim. Doz. Dr. Burkhard Leeb und Univ.-Prof. Dr. Günther Steger.

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Die enorme Bandbreite der von Roche geförderten unabhängigen Forschungsprojekte aus unterschiedlichen Fachgebieten zeigte sich beim Roche Science Talk, einer neu geschaffenen Wissenschaftsplattform, deren klares Ziel ist es, das breite Spektrum nationaler Forschung mehr in den Vordergrund zu rücken und die Wissenschaftler zu vernetzen. Ein Tag ganz im Zeichen der fachübergreifenden österreichischen Forschungsvielfalt: Der Roche Science Talk präsentierte sich als spannender Querschnitt durch das Spektrum medizinischer Innovationen. 26 von Roche geförderte unabhängige akademische Forschungsprojekte aus den Bereichen der Immuno- Onkologie, Neurologie, Dermatologie, Gynäkologie, Hämatologie, Pulmologie und Rheumatologie von Wissenschaftlern aus ganz Österreich wurden vor rund 100 Teilnehmern vorgestellt und diskutiert. „Der Roche Science Talk ist eine neue Idee, die wir ins Leben gerufen haben, um der Innovationskraft der österreichischen Forschung eine angemessene Plattform zu bieten“, so Dr. Wolfram Schmidt, Geschäftsführer von Roche. „Nachhaltig ausgerichtete Forschung schafft neue Chancen für Patienten und deren Angehörige. Das ist unsere Passion bei Roche – klar auf die personalisierte Medizin und den Menschen im Mittelpunkt ausgerichtet.“

Roche Science Awards: erstmalige Verleihung

Im Anschluss an die Projektpräsentationen und eine Poster-Session ging man zum Höhepunkt des Abends, der Verleihung der ersten Roche Science Awards, über. „Ziel des Preises ist es, die Innovationskraft und den klar erkennbaren Nutzen für Patienten auszuzeichnen. Österreich zählt – dank seiner Experten – zu den führenden Forschungsstandorten in Europa. Diese Brain-Power gilt es zu fördern, wie wir es auch zukünftig beibehalten werden“, erläuterte Priv.-Doz. Dr. Johannes Pleiner-Duxneuner, Medical Director bei Roche Austria. Ausgezeichnet wurde die OPTIMISE-Studie von Prim. Doz. Dr. Burkhard Leeb aus dem Fachbereich Rheumatologie sowie das Onkologieprojekt, die ABCSG-32-Study, von Univ.-Prof. Dr. Günther Steger. Die Gewinner bedankten sich im Namen ihrer Teams für den Roche Science Award und die Unterstützung ihrer Projekte. Vorsitz sowie Jury beim 1. Roche Science Talk bildeten die renommierten Experten Priv.-Doz. Dr. Daniel Aletaha, Prim. Univ.-Prof. Dr. Otto Burghuber, Prim. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Hilbe und Ass.- Prof. Priv.-Doz. Dr. Gerald Prager.

Impressionen des 1. Roche Science Talk
Impressionen des 1. Roche Science Talk
Impressionen des 1. Roche Science Talk
Impressionen des 1. Roche Science Talk
Impressionen des 1. Roche Science Talk
Impressionen des 1. Roche Science Talk
Impressionen des 1. Roche Science Talk
Impressionen des 1. Roche Science Talk

Stimmen zum Roche Science Talk

„Eine von Inhalt und Organisation her beeindruckende Veranstaltung – der interdisziplinäre Charakter war sehr bereichernd. Hoffentlich nicht die letzte Veranstaltung dieser Art.“ Priv.-Doz. Dr. Daniel ALETAHA, Medizinische Universität Wien

„Der heuer erstmals durchgeführte Roche Science Talk war ein großer Erfolg. Hier wurden Studienautoren von wissenschaftlichen Projekten, die Roche (mit)finanziert hat, zu einer hochwertigen und unterhaltsamen Leistungsshow zusammenführt. Er zeigte auf, dass es trotz weitgehend fehlenden Förderungen durch die offiziellen Stellen auch in Österreich möglich ist, hochwertige klinische Wissenschaft sowohl innerhalb als auch außerhalb der Universitäten zu realisieren. Die kompetitive Ausrichtung der Veranstaltung mit zwei verdienten Gewinnern sollte Ansporn sein, auch im nächsten Jahr laufende Projekte einzureichen und der wissenschaftlichen Kommune vorzustellen.“ Prim. Univ.-Prof. Dr. Otto BURGHUBER Sozialmed. Zentrum Baumgartner Höhe

„Im Rahmen des Roche Science Talks konnte eine beeindruckende Breite an geförderten Projekten gezeigt werden. Gerade im Schwerpunkt Onkologie reichte das Spektrum von wegbereitenden klinischen Studien bis hin zu sehr praxisrelevanten Registern zur Evaluation der Versorgungsqualität. Eine kritisch rege Diskussion der vorgestellten Projekte und ein Austausch zwischen den Forschern wie auch mit Vertretern der Industrie prägten diese Veranstaltung. Die Vorbereitung und Umsetzung waren exzellent.“ Prim. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang HILBE, Wilhelminenspital

„Der Roche Science Talk bietet die gute Gelegenheit, die vielfältigen wissenschaftlichen Aktivitäten österreichischer Arbeitsgruppen – vor allem, aber nicht ausschließlich auf dem Gebiet der Onkologie – kennenzulernen. Neben ausgewählten Abstracts als Vorträge wurde eine Vielzahl an Postern präsentiert. Die Qualität der Arbeiten ist sehr hoch und zeigt, dass deren Förderung die österreichische Wissenschaft weltweit am Spitzenfeld hält.“ Ass.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Gerald PRAGER Medizinische Universität Wien

„Die Verleihung des Roche Science Awards stellt zunächst einmal eine große – zugegebenermaßen sehr erfreuliche – Überraschung dar. Die OPTIMISE-Studie, für die der Preis verliehen wurde, war eine in 14 über ganz Österreich verteilten Zentren durchgeführte klinische Untersuchung, bei der Tocilizumab bei Patienten mit niedriger bis moderater Krankheitsaktivität gemeinsam mit Methotrexat oder in Monotherapie verabreicht wurde. Alle Prüfärzte, aber auch die österreichische Rheumatologie in ihrer Gesamtheit können durchaus stolz sein, eine derartige Untersuchung in unserem Land alleine durchgeführt zu haben. Das ist auch ein Beweis für die positive Entwicklung der Rheumatologie in Österreich in den letzten Jahrzehnten. In diesem Zusammenhang muss auch der pharmazeutischen Industrie für die Unterstützung derartiger Projekte, wie zum Beispiel von BioReg, dem österreichischen Register für Biologika in der Therapie entzündlich rheumatischer Erkrankungen, aufrichtig gedankt werden. Denn ein öffentliches Funding rheumatologischer oder auch anderer medizinischer Forschungsprojekte findet in Österreich leider nur als Ausnahme statt.“ Gewinner: Prim. Doz. Dr. Burkhard LEEB, Karl Landsteiner Inst. für klinische Rheumatologie 

„Für die Austrian Breast and Colorectal Cancer Study Group und auch für mich persönlich ist es sehr ehrenvoll, der erste Empfänger des neu geschaffenen Roche Science Awards 2016 zu sein. Dieser Preis, der uns nun für die Konzeption, die Organisation, die interdisziplinäre, multizentrische und nationale Durchführung der Studie ABCSG-32 verliehen wurde, soll und wird für alle Studienzentren und Mitarbeitenden der ABCSG ein großer Ansporn sein, entsprechende Studienaktivitäten weiterzuführen. Er zeigt aber auch, dass nicht zuletzt fokussierte, von beiden Seiten engagierte und transparente Interaktionen einer großen österreichweiten Studiengruppe mit der forschenden Pharmaindustrie notwendig und möglich sind, um wichtige klinische Daten und Ergebnisse seriös, rasch und patientennah zu generieren und umzusetzen. Um dies auch in Zukunft entsprechend effektiv und zielgerichtet gestalten zu können, wird die ABCSG das Preisgeld dieses Roche Science Awards 2016 dem Nachwuchsförderprogramm abcsg.future zur Verfügung stellen, um so vor allem unsere aufstrebenden jüngeren klinischen Forscher, in deren Händen nicht nur die Zukunft der ABCSG, sondern auch die Zukunft der gesamten klinisch-experimentellen Brustkrebsforschung in Österreich liegt, zu unterstützen.“ Gewinner: Univ.-Prof. Dr. Günther STEGER, Medizinische Universität Wien

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